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Gigantisches Jahreskonzert mit Theater, Tanz und einem echten Heiratsantrag

Gesangverein Harmonie Weitenau setzt Massstäbe

Steinen-Weitenau (hf). Seit Jahren sind die Konzerte des Gesangvereins Weitenau unter der herausragenden Leitung ihrer Dirigentin Ibolya Barla für die treuen Anhänger des Gesangvereins wie auch für die Freunde anspruchsvoller Chormusik ein absolutes Muss. Das Jahreskonzert 2016, das am vergangenen Wochenende unter dem Motto „Jukebox – eine Beziehungskiste“ veranstaltet wurde, fügte dem musikalischen Geschmeide des Vereins ein weiteres Juwel hinzu.

Für dieses Jahreskonzertbot der Gesangverein seinen Zuhörern wieder ein Programm, das neu-deutsch gut und gerne mit „All-inclusive“ bezeichnet werden kann. Die gesanglichen Darbietungen des Chors waren erstklassig, sie reichte von Klassikern wie „Strangers in the Night“ über „Blue Moon“ und „Fields of Gold“ bis zu Titeln, die das Publikum zum Mitsingen animierte wie das „Ein Hoch auf uns“ oder „Tage wie diese“ und verwandelte bisweilen die Festhalle in Weitenau in einen wahren Hexenkessel. Ein echter Höhepunkt des Abends wurde dann „Fürstenfeld“. Schlicht und getragen am Anfang von den Herren des Chors in einer a-capella Version, nahm der Song mit dem Gesamtchor kräftig Fahrt  auf und wurde in einer Schlusssequenz durch Gastauftritte befreundeter Solisten mit Mundharmonika, Akkordeon und Tuba zu einem Kracher, der die Zuhörer förmlich in einen Taumel versetzte und spontan wiederholt werden musste.

gigantisches-jahreskonzert-mit-theater-tanz-und-einem-echten-heiratsantrag-gv-harmonie-impro-theater-1-meinwiesental gigantisches-jahreskonzert-mit-theater-tanz-und-einem-echten-heiratsantrag-gv-harmonie-hip-hop-meinwiesentalDas Konzert selbst wurde durch bunte Schmuckstücke ergänzt und bereichert. Ein Improvisations-Theater „Dramenwahl“ mit Claudia Schurig und Guido Chudoba setzte mit kurzen Szenen zum Thema „Beziehungskiste“ mitreißende humoristische Glanzlichter, so wenn die beiden Schauspieler nach vom Publikum vorgegebenen Stichworten einen Heiratsantrag im Mafia-Milieu oder die Erinnerung an die erste Geburt des Kindes in einer positiven und einer negativen Version vorstellten. Ein Kabinettstück erster Ordnung war die Rolle von Claudia Schurig als Gebärden-Dolmetscherin eines Expertengesprächs über Seitensprünge. Nach der Pause gehörte die Bühne erst einmal der Hip-Hop-Tanzgruppe von Anne Williams und ihren beiden Tänzern, die gehörig Schwung in den Saal brachten.

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Ein ganz außerordentliches Ereignis bewegte das Publikum und besonders die Dierigentin Ibolya Barla, als ihr langjähriger Lebensgefährte überraschend auf die Bühne kam und „Ibby“ im laufenden Programm fragte: „Willst du meine Frau werden?“. Sie wollte!, und als sie von ihren Gefühlen doch ein wenig übermannt wurde, musste der Ablauf des Abends für einige Minuten unterbrochen werden.

Den Spendenerlös aus den beiden Konzerten spendete der Verein an die Haiti-Hilfe. Und passend zu diesem Entscheid stimmt der Chor im Finale das „We are the world“, in das alle beteiligten Künstler des Abends und auch das Publikum lautstark mit einstimmten. Auch der Finalsong musste als Zugabe wiederholt werden. Das besondere persönliche Ereignis des Abends nahm Christa Schmieder-Wenzel zum Anlass, ihrerseits einen herzlichen Antrag zu machen. Sie sank auf die Knie und fragte. „Willst du mit uns zusammen noch viele Jahre weiter machen?“. Auch für diesen Antrag gab es ein freudiges Ja-Wort der Dirigentin, der vom begeisterten Tumult im Saal quittiert wurde.

Nicht vergessen werden darf bim Rückblick auf das Konzert die hervorragende Begleitung der Sängerinnen und Sänger durch die Begleitband, bestehend aus Nathalie Ühlin (Percussion). Uli Pfleiderer (Gitarre),Frank Engler(Bass) und Markus Koch (Piano).

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