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Uli Lochar referiert über „gutes Benehmen“

Amüsanter Vortrag im Rahmen der Wiesentäler Kulturwochen

Schönau (hf). „Kultur“ hat auch etwas mit unserem Verhalten im Alltag zu tun. Von daher hatte der Vortrag, mit dem Uli Lochar seinen zahlreichen Zuhörern im Schönauer Bürgersaal „Gutes Benehmen“ ins Bewusstsein rief, durchaus seinen Platz. Dabei ging es dem „Benimm-Experten“ weniger darum, welches Besteck man für welches Gericht verwendet, sondern mehr darum, wie man den Mitmenschen begegnet und wo Rücksicht in welcher Form angebracht ist.

„L.m.a.A. – Lächle mehr als Andere“ überschrieb der gebürtige und immer noch seiner Heimat stark verbundene Schönauer seine Ausführungen. Es ist die Freundlichkeit und die respektvolle Begegnung mit den Mitmenschen, die den Grundton unseres alltäglichen Verhaltens bestimmen sollte, lautete eine Kernbotschaft von Uli Lochar. Und das beginnt in erster Linie in der Familie. Das gemeinsame Essen und das Gespräch der Eltern mit den Kindern sind die Grundlagen, die dann auch das Verhalten der Kinder anderen gegenüber prägen. Und es sind die Kleinigkeiten in unserem Alltagsverhalten, die uns oft nicht mehr im Bewusstsein sind und die doch das Leben lebenswerter machen können. Es mag nach Banalität klingen, wenn Uli Lochar darauf aufmerksam macht, dass man keinen Abfall auf die Straße wirft, dass man nicht bei Rot die Straße überquert oder dass man sich nach dem Pinkeln die Hände wäscht. Aber es sind diese Kleinigkeiten, die in Summe einen „guten Tag“ ausmachen können.

Uli Lochar dehnte ausgehend von diesen kleinen Alltagbegebenheiten die Frage des „guten Benehmens“ auf viele andere Lebensbereiche aus. Wenn man auf traurige oder gar tragische Ereignisse im Leben von Bekannten reagieren möchte, dann schreibt man eben nicht nur ein SMS, sondern macht sich die Mühe einer persönlichen Mitteilung. Und es müssen auch nicht immer so genannte neu-deutsche Formulierungen sein, auch wenn man sich im Jargon oder im Geschäftsleben an solche Wendungen gewohnt hat.

Ganz allgemein setzte sich der Referent für die Pflege von Freundschaften und menschlichen Begegnungen ein. Aus eigener Erfahrung sprach der Ex-Schönauer vom „Sternenclub“ in seiner früheren Heimat und dankte seinen „Sternen-Brüdern“, durch die er seit Jahren auch im fernen Villingen-Schwenningen den Kontakt nach Schönau immer behalten habe.

Überhaupt war Schönau ein immer wiederkehrendes Thema. So war der Abend für die Zuhörer kostenlos, und Uli Lochar animierte die Gäste, anstelle eines Eintritts das aufgestellte Spenden-Schweinchen zu bedenken. „Der Erlös kann dann für die Verschönerung der Stadt verwendet werden“, schlug der Referent vor. Bürgermeister Peter Schelshorn bedankte sich bei Uli Lochar für den amüsanten und zum Nachdenken anregenden Abend und versprach, die Spenden wie vorgeschlagen zu verwenden.

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