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Mein Wiesental 2046

Wie wird unser Wiesental im Jahr 2046 aussehen?

Oder wie möchten wir, dass unser Wiesental 2046 aussieht? Über diese Frage würden wir „die Macher von meinWiesental“ gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Luftbilder vom Großraum Lörrach mit der Wiesenmündung zeigen eine Region, die immer mehr zusammenwächst. Lörrach wächst ins Wiesental hinein – Verdichtungsräume bilden sich um Steinen-Maulburg-Schopfheim oder um Hausen-Zell.
Wollen wir Wiesentäler einer solchen Entwicklung hoffnungsvoll zusehen, oder sollen wir Bürger mit unseren Fragen, Anregungen oder unserer Kritik gestaltend auf die Entwicklung Einfluss nehmen? Das soll die Diskussion ausloten, die wir mit Ihnen beginnen wollen.

Pro Verdichtung

Eine räumliche Verdichtung ist nicht aufzuhalten. Unser Bevölkerungswachstum gründet mehrheitlich im Zuzug von Neubürgern. Ein angenehmes Klima, die pure Natur vor der Tür, Arbeitsplätze und die zentrale Lage in Europa machen den deutschen Südwesten für Menschen attraktiv.

Räumliche Verdichtung bedeutet auch eine Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Öffentlicher Nahverkehr wird besser, Bildungsangebote und
medizinische Versorgung können konzentriert
werden, mehr Menschen in Verdichtungszentren werden intensiver die Naherholungsgebiete nutzen und so die Gastronomie und den Tourismus in den Randgebieten fördern.

Verdichtung ist modern. Mehr städtisch geprägte Gemeinden werden moderner, professioneller und effektiver. Beschränktes Kleinbürgertum wird verschwinden. Das Wiesental wird ein wirtschaftliches, kulturelles und soziales Zentrum im Südwesten.

Pro Dezentralität

Eine stärkere städtisch-geprägte Verdichtung im Wiesental wird die Entvölkerung des ländlichen Raums im Südschwarzwald noch verstärken. Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten, soziale, medizinische und kulturelle Infrastruktur wird es nur noch in Verdichtungsräumen geben. Das ländliche Wiesental stirbt aus.

Menschen werden in Verdichtungsräumen arbeiten, aber in den Randgebieten wohnen. Es entstehen Schlaf-Dörfer ohne inneren Bezug der dort lebenden Menschen. Vereinsleben, Dorfgemeinschaft sowie die Identität Südbadens gehen verloren.

Mehr Konzentration bedeutet mehr Verwaltung, mehr Bürokratie und einen Verlust an Identität. Das Wiesental wird ein Ballungsraum mehr – ein gesichtsloses Gebilde mit größeren sozialen Problemen und mehr Kriminalität.

Dezentralität bedeutet größere Nähe zur Verantwortung. In kleinteiligen Kommunen, Dörfern und kleinen Gemeinden sind die Menschen nah am Geschehen, nah an der politischen und sozialen Verantwortung. Nur wenn man informiert ist, kann man Verantwortung bewusst mit tragen. Nur in den gewachsenen dörflich-geprägten Kommunen können Bürger die Zukunft ihres Gemeinwesens aktiv mitgestalten.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu „Mein Wiesental 2046“?

Wie sehen Sie das Wiesental in dreißig Jahren? Im weiteren Verlauf unserer Diskussion werden wir Ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen mit den politisch Verantwortlichen im Wiesental (gerne auch öffentlich) diskutieren.

Beteiligen Sie sich! Auch diese Diskussion ist Teil einer Gestaltung des Wiesentals der Zukunft.

 

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1 Kommentare

  1. Marco Schnerring sagt

    Eine Überbevölkerung von Einwohner vom mittel- und norddeutschen Raum, wo viel Geld haben.
    Ein Beispiel: Das Dorf Wiechs wo mittlerweile doppelt so groß ist. Da gibt es das Dorf und die Neubausiedlung. Und diese Leute sind total arrogant und beschimpfen die Leute als Bauerngesocks!
    Genauso Schopfheim, wo man nicht mehr richtig ausgehen kann. Alles ist von diesen Lackaffen unter den Nagel gerissen. Da kaufe ich nicht mal mehr meine Bücher und das nach 20 Jahren Kundschaft. Das Gymnasium mit ihrer Waldorfschule und Bioläden wo die noch von Mami und Papi das Hasch finanziert bekommen ist doch nur eine verlogene Gesellschaft.
    Mein Arbeitsplatz zwingt mich in die Markgräfler Gegend zu ziehen, wo es sicher auch nicht besser ist aber ich komme von diesen Gesichter mit ihren alten Geschichten weg und endlich habe ich diesen überfüllten Zug los. Naja, Schopfheim hat es nicht geschafft das ich doch mal den Führerschein mache mit so einem billigen Smart-Auto.

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