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Jugendliche auf der „Straße des Handwerks“

Praxis- und berufsorientierte Veranstaltung der Gewerbe-Akademie Schopfheim

Schopfheim (hf). Seit Jahren leistet die Handwerkskammer Freiburg einen wertvollen Beitrag für junge Menschen, die sich in der Orientierungsphase für einen handwerklichen Beruf befinden. Waren die „Job-Erkundungstage“ (JET) der vergangenen Jahre schon ein großer Erfolg, so ist das Angebot der „Straße des Handwerks“, das derzeit durchgeführt wird, noch stärker an der Praxis und dem konkreten Erleben des künftigen Berufes orientiert.

„Es soll nicht nur ein theoretisches Informationsangebot wie bei ‚Berufsbörsen‘ geboten werden“, erläuterte in der Gewerbe-Akademie (GA) Schopfheim Aloisia Zell, „sondern in Mini-Praktika und in der persönlichen Begegnung mit derzeitigen Lehrlingen sollen die jungen Leute sich ein ganz konkretes Bild von der künftigen Ausbildung und der Arbeit machen.“

jugendliche-auf-der-strasse-des-handwerks-bereich-elektroVon der Resonanz auf dieses neue Angebot ist die GA Schopfheim voll begeistert. „Wir hatten etwa 60 konkrete Anmeldungen“, berichtete Aloisia Zell, „etwa gleich viel sind unangemeldet gekommen.“ Die Jugendlichen kamen fast durchweg zusammen mit ihren Eltern und ließen sich bei einem Rundgang durch die einzelnen Werkstätten über die verschiedenen Ausbildungsberufe informieren. Zusätzlich nahmen etwa 40 junge Migranten aus den so genannten  VABO-Klassen, an der Veranstaltung teil. Von diesen jungen Leuten hatte die Mehrheit schon ganz konkrete Berufsvorstellungen und nahmen das Angebot der Mini-Praktika in Anspruch, bei denen sie sich bei einfachen Arbeiten des Ausbildungsberufs ein konkretes erstes Bild von der späteren Tätigkeit machen konnten. Besonderer Vorteil dieser Mini-Praktika: sie wurden von derzeitigen Lehrlingen der jeweiligen Fachbereich durchgeführt, die auch Auskunft über den Ausbildungsgang in der Schule und in den Lehrbetrieben gaben. Auffällig war bei den Gesprächen mit den jungen Migranten, dass die Ausbildungswünsche gezielt in die mehr technischen Berufe gingen. Besonders gefragt waren die Workshops in den Bereichen Kfz und Elektro, Sanitär und Heizung, aber auch bei den Zimmerleuten.

In den Gesprächen mit Jugendlichen, die mit ihren Eltern gekommen waren, standen Ausbildungsdauer, Vergütung, aber auch die Möglichkeiten von weiteführenden Ausbildungen im Vordergrund. Sehr aufgeschlossen und hilfsbereit zeigten sich alle Ausbildungsmeister, die zur Verfügung standen. Alle boten an, für weiterführende Gespräche, Vermittlung zu Ausbildungsbetrieben und auch für Schnuppertage in den Grundkursen der einzelnen Berufe zur Verfügung zu stehen.

Die Resonanz der Besucher der „Straße des Handwerks“ war durchgängig sehr positiv bis begeistert. „Wir haben sehr viel und sehr konkrete Informationen bekommen“, erzählte ein angehender Lehrling, „und bei den Workshops bekam man einen guten Eindruck, mit wem man künftig bei welchen Aufgaben zusammenarbeiten wird.“

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