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Zweiter Wahlgang in Wieden

Nach wilder Wahl nun zwei Kandidaten:
Annette Franz und Michael Fischer

Wieden. Das Bergdorf Wieden befindet sich derzeit im Wahlfieber und mit ihm alle rundherum. Denn was dort in den letzten Wochen geschah, ist schon ungewöhnlich. Eine wilde Wahl wie sie in Wieden am 18. Oktober geschah ist im Landkreis Lörrach nahezu unbekannt, eine absolute Seltenheit. Ein Sonderfall. Und somit war die wilde Wahl Topthema in den Medien, Radio und TV verfolgten sie, sie war in aller Munde und hat für Aufsehen gesorgt.

Bei einer wilden Wahl gibt es keinen Kandidaten. Leere Stimmzettel. Und jeder der 461 Wahlberechtigten in Wieden durfte denjenigen auf den Zettel schreiben, den er will. Und wer die absolute Mehrheit mit mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, ist Bürgermeister. Ob er will oder nicht. Klingt krass, ist aber so. Ablehnen dürfte er dieses Ehrenamt dann nicht, oder nur zu ganz bestimmten Bedingungen. Doch zurück auf Anfang. Denn es traf keinen der Gewählten. Dieses Mal nicht.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hatte Mike Mokry aus Schopfheim sein Interesse an dem Amt bekundet, daraufhin hatten Annette Franz und Hubert Behringer, beides Wiedener Gemeinderäte von den Freien Wählern, ebenfalls Interesse bekundet. Bei der dann doch nicht ganz so wilden Wahl bekam der in Wieden unbekannte Mokry keine Stimme. Hubert Behringer erhielt 27,97 Prozent der Stimmen, Michael Fischer 14,97 Prozent, er ist der erste Vorsitzende des CDU Ortsvereins Wieden-Utzenfeld und ebenfalls im Gemeinderat. Nur knapp verpasste Annette Franz die absolute Mehrheit mit 49,44 Prozent der Stimmen. Die hohe Wahlbeteiligung von 81,56 Prozent steht für das große Interesse der Bürger am Dorfgeschehen.

Der zweite Wahlgang findet am kommenden Sonntag, 8. November statt. Dann gibt es auch offizielle Kandidaten, die wie folgt auf dem Stimmzettel stehen werden:

  1. Frau Annette Franz
    Kauffrau
    Hüttbach 3, 79695 Wieden
    verheiratet, geb. am 04.02.1965
  2. Herr Michael Fischer
    Elektromeister
    Erbsengarten 2, 79695 Wieden
    verheiratet, geb. am 26.05.1976

Für die Gemeinde ist es ein Glücksfall, dass sie nun doch zwei offizielle Kandidaten haben. Bürgermeister in Wieden zu sein ist zwar ein Ehrenamt, aber dennoch ein Vollzeitjob. Laut Gemeindeordnung steht dem Bürgermeister dann eine Entschädigung von 1506 bis 2816 Euro zu. Und in einer solchen Gemeinde wie Wieden, wo jeder jeden kennt, löst ein Bürgermeister nahezu alle Probleme und ist immer vor Ort.

Bürgermeister Berthold Klingele gibt sein Amt nach 24 Jahren und drei Amtszeiten ab und hinterlässt riesige Fußstapfen. Man darf gespannt sein, wer in diese Fußstapfen treten wird.
Wir von meinwiesental verfolgen für Sie die Wahl und informieren Sie aktuell.

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