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Zirkusluft und Manegenduft der Extraklasse

Höchste Spannung von Anfang bis zum Ende beim Lörracher Weihnachtszirkus 2016

Lörrach (vw). Es ist die Premiere des Lörracher Weihnachtszirkus. Und schon gleich wird klar: Hier ist nichts wie in einem anderen Zirkus – alles viel wunderbarer, ein Zauber weht in der Luft. Denn schon im Vorzelt entsteht diese ganz besondere Atmosphäre, man taucht gleich in eine weihnachtliche Zirkusstimmung ein, wenn man dieses betritt. Der Duft nach frischem Popcorn, leckeres Essen und Getränke…die Dekorationen und die Beleuchtung tragen ihr Übriges dazu bei.

Die Spannung steigt. Es geht endlich los. Die Kleinen können ihre Füße kaum auf dem Boden halten und auch die Erwachsenen schauen gespannt in Richtung Manege. Der Lörracher Weihnachtszirkus ist eben etwas für die ganze Familie. Den Atem anhalten müssen die Zuschauer schon bei der ersten Darbietung. Denn die ist nichts für schwache Nerven. Zum Glück behält die Profi-Artistin Maria Bizzarro aus Prag ihre Nerven bei ihrer spektakulären Säbel-Balance. Zwei Säbel balanciert sie Spitze auf Spitze übereinander, darauf dann noch einen Feuerkelch und mit alledem steigt sie tatsächlich hoch auf eine Leiter. Was man sieht, kann man kaum glauben.

Die Clownsfamilie Boutique führt als roter Faden durch das Programm und erheitert die kleinen, aber auch die großen, Zuschauer mit Witz und Tollpatschigkeit und richtig guten Nummern zwischendurch. Wie jede Darbietung in dieser Show, ist dann auch die Hauskatzendressur von Fatime und Paczo einzigartig, ungewöhnlich und gleichzeitig die beste Europas.

Meerjungfrau Charline kommt aus einer Muschel herausgekrochen und schwingt sich dann als „Dame ohne Schwerkraft“ durch luftige Höhen hoch oben im Zirkuszelt. Etwas für die Lachmuskeln gibt es dann wieder bei der Nummer von Mr. Jumping, der als leicht beschwipster Luftikus Komik aus dem Trampolin zeigt und damit das Publikum zum Grölen bringt.

Artisten gibt es nur zu genüge beim Lörracher Weihnachtszirkus, aber von Langeweile keine Spur. Denn jede Darbietung ist einzigartig und jeder hat etwas ganz Besonderes zu bieten. So auch Nikita Butorin mit seiner Deutschlandpremiere. Mit viel Witz und Charme jongliert er allerlei Gegenstände, sogar messerscharfe Äxte.

Ein Heimspiel hat sozusagen Sandra Heine-Kuhbier. Die Tierärztin aus Bad Säckingen zeigt ihre Pferdedressur mit ihrem Friesenhengst Yke.

Aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen die Zuschauer jedoch so richtig beim Auftritt des Duo Paschenko aus Kiew. Die beiden muskulösen jungen Männer stellen mit ihren Körpern sagenhafte Dinge an. Sie zeigen Akrobatik und Balance in den höchsten Schwierigkeitsgraden und die beste Hand- auf Hand-Darbietung. Die beiden Akrobaten des ukrainischen Staatszirkus wurden nicht umsonst mehrfach ausgezeichnet. Sie sind einer der Höhepunkte dieser Zirkusshow. Deshalb treten sie gleich zwei Mal auf, einmal bleiben sie auf dem Boden, einmal in der Luft an den Strapaten. Und alles, was sie tun, geschieht in perfekter Harmonie zueinander. Ihre Show ist einfach ein absoluter Hingucker.

Aber auch die Jonglage, etwa mit brennenden Fackeln, vom Duo Lagroni ist schön anzusehen, aber auch die Pferdeshow à la Jakari mit Indianerdamen und der Dressur von Herr Frank aus der gastgebenden Zirkusfamilie ist etwas für die ganze Familie. Zum großen Finale der über zweistündigen Zirkusshow fährt Mister Robert Lagroni aus Prag mit seinem Motorrad in die Manege. Er war mit seiner spektakulären Show schon letztes Jahr der Liebling der Lörracher. Er balanciert auf Stäben, aber auch auf während der Balance von ihm selbst aufgestapelten Klötzern – all das über seinem Motorrad. So manches Mal wird es dabei ganz schön brenzlig, doch er kann sich immer wieder retten, kommt dabei ganz schön ins Schwitzen. Schon gigantisch, was dieser Artist zu zeigen hat. Nicht umsonst wurde er bei internationalen Zirkusfestivals auf der ganzen Welt ausgezeichnet.

Nach einem Finale aller Darsteller ist das Publikum nicht mehr zu bremsen und der Applaus riesig. Und jeder der hier war wird sagen: Es hat sich gelohnt. Für kleine Kinder etwas zu lang, aber für alle ein spannungsreiches Programm, ohne auch nur einen Funken Langeweile.

Fotogalerie – zauberhafte Einblicke:

Die nächsten Vorstellungen:

noch bis zum 8. Januar montags bis freitags um 16 Uhr
samstags, sonntags und feiertags um 15 und um 19 Uhr
Sonntag, 8. Januar nur um 15 Uhr

Die Zeltplätze sind gut beheizt. Die Tierschau ist täglich ab 11.00 Uhr geöffnet.

Weitere Infos und Preise auf www.loerracher-weihnachtscircus.de

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