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Verein „Erneuerbare Energien“ zieht positive Bilanz

Weiter konsequenter Einsatz für Nahwärmenetze, Wind- und Wasserkraft

verein-erneuerbare-energien-zieht-positive-bilanz-grusswort-michael-sladekKleines Wiesental (hf). Über viel Lob durften sich die Mitglieder des Vereins „Erneuerbare Energien Kleines Wiesental“ an ihrer Hauptversammlung freuen. Daniel Weiß bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung bei den Datenerhebungen für die Nahwärmenetze in Tegernau und Wies. Und Michael Sladek sprach den Mitgliedern ein grundsätzliches Lob aus. „Es ist unglaublich, was Sie mit Ihrem Verein in den letzten Jahren geleistet haben“, erklärte er an der Hauptversammlung.

„Wir sind ein eher diskreter Verein“, erklärte Vorsitzender Heiner Fabry zu Beginn des Rechenschaftsberichts. Viele Projekte, die der Verein angestoßen hat oder betreut, haben zum Teil eine lange und intensive Vorbereitungszeit. „Daher können wir im Jahresverlauf nur selten mit spektakulären Schlagzeilen aufwarten“, ergänzte er. Trotzdem listete der Bericht des erweiterten Vorstands eine ganze Reihe von erfolgreichen Projekten auf, an denen der Verein beteiligt ist.

Bei dem Projekt „Geothermie Bürchau“ setzt der Verein die Kooperation mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) fort. Im November wurde mit Professor Thomas Kohl und Dr Eva Schill vom KIT und Rudolf Erne vom Steinbruch in Tegernau eine Vereinbarung getroffen, nach der Rudolf Erne die Forschungsarbeiten in Bürchau mit eigenen Bohrungen im Bereich des Büchauer Dorfgemeinschaftshauses unterstützen will. „Damit könnten wir bei unseren Bemühungen, das austretende warme Wasser in Bürchau künftig energetisch nutzen zu können, einen guten Schritt voran kommen“, erklärte hierzu Harald Senn vom Verein. Das vom Verein unterstützte und mit vorbereitete Nahwärmenetz in Tegernau ist soweit abgeschlossen, erklärte Dr. Daniel Weiß von der EWS Energie GmbH, der ebenfalls an der Hauptversammlung teilnahm. In der kommenden Woche wird der Holzheizkessel in Betrieb genommen, so dass Wärme in alle angeschlossenen Haushalte geliefert werden kann. „Von den an der Leitungsstrecke gelegenen 36 Häuser haben sich 35 an das Nahwärmenetz angeschlossen. Mit einem solchen Erfolg hatten wir nicht gerechnet“, betonte Daniel Weiß. Im Augenblick läuft die Datenerhebung für ein Nahwärmenetz in Wies, wieder unter der Leitung von Werner Schleith und in Zusammenarbeit mit Helmut Grether und Ortsvorsteher Rolf Vollmer. Werner Schleith bestätigte, dass die Vorstudie bis Mitte Dezember abgeschlossen sein wird, so dass dann mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung begonnen werden kann.

Zu dem Projekt des Nahwärmenetzes Wies und den Diskussionen um die Finanzierung des Vorhabens äußerte sich auch Michael Sladek. Zu der Weigerung des Gemeinderats, für das Kraftwerk Köhlgartenwiese eine Kapitalerhöhung durchzuführen, erklärte er: „In der jetzigen Situation habe ich für die Haltung von Verwaltung und Gemeinderat größtes Verständnis. Die Frage, ob eine Kommune für ‚Maßnahmen der Daseinsvorsorge‘ möglicherweise in anderen Förderbereichen Nachteile befürchten muss, ist ein grundsätzliches Problem, das nur auf einer höheren Ebene gelöst werden kann“, erklärte Michael Sladek. Um die Lösung dieses Problems werde er sich zusammen mit Bürgermeister Gerd Schönbett kümmern. Es dürfe aber nicht sein, dass ein positives und zukunftsorientiertes Projekt an solchen politischen Problemen scheitere.

Rechnerin Jacqueline Dumont legte einen positiven Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung des Vorstands wurde einstimmig erteilt. Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurden der 1. Vorsitzende Heiner Fabry und als Beisitzer Harald Senn in ihren Ämtern bestätigte.
Jacqueline Dumont legte ihr Amt als Rechnerin nieder. Als neuen Rechner wählte die Versammlung Helmut Grether. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

verein-erneuerbare-energien-zieht-positive-bilanz-verabschiedung-jacqueline-dumontIm Namen des gesamten Vorstands und der Mitgliederschaft bedankte sich Heiner Fabry bei Jacqueline Dumont mit einem Blumenstrauß.“ Jacqueline hat sich schon bei der Gründung des Vereins und nach Gründung als Rechnerin immer den Verein und seine Ziele mit Herz und Nachdruck eingesetzt“, erklärte der Vorsitzende. „Ihre Hilfe und ihre Mitarbeit waren immer von größtem Nutzen für uns alle. Sie wird uns allen fehlen.“ Jacqueline Dumont bedankte sich. „Ich habe mich im Verein immer sehr wohl und geschätzt gefühlt“, sagte sie. „Ich scheide aus meinem Amt aus, weil ich beruflich und privat andere Schwerpunkte setzen muss.“ Die Versammlung verabschiedete Jacqueline mit einem herzlichen Applaus.

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