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Transportwege für Windräder zum Rohrenkopf vorgestellt

Vorläufige Planung von drei Transportwegen – Details befinden sich derzeit in der fachlichen Prüfung

Häg-Ehrsberg (hf). In der Gemeinderatssitzung vom Mittwoch in Häg-Ehrsberg wurden von Oliver Renaud die geplanten Transportwege der Windräder auf den Rohrenkopf bei Gersbach vorgestellt. Die vorgestellte Planung, die schon im September 2015 im Ortschaftsrat Gersbach präsentiert wurde,  befindet sich derzeit noch in der fachlichen Prüfung, wodurch sich noch erhebliche Anpassungen oder Veränderungen ergeben können, wie Oliver Renaud betonte.

Die einzelnen Windräder mit einer Nabenhöhe von 149 Metern werden bis zur Höhe von rund 85 Metern aus Betonelementen erstellt. Über diesen 85 Metern wird die restliche Höhe aus Stahlteilen gebaut. Dazu kommen Anlagenbestandteile wie Getriebe, Maschinenhaus und Rotoren. In Abstimmung mit der Stadt Schopfheim und dem Landratsamt wurden in der vorläufigen Planung drei unterschiedliche Transportwege definiert, damit die Belastung durch die Transporte auf mehrere Routen und möglichst wenige Anwohner verteilt werden.

Nach der aktuellen Planung sollen die Stahlsegmente der Türme sowie die Rotorblätter vom Umladeplatz in Atzenbach über Mambach, Rohmatt, Husaren Mühle und Rohrberg von Norden auf den Rohrenkopf transportiert werden. Die Betonsegmente und Betonschalen der Türme sowie die Anlagenbestandteile sollen über Schopfheim, Kürnberg und Gersbach zum Rohrenkopf gelangen. Das Baustellenequipment mit niedrigeren Anforderungen an Gewicht und Länge kann im Prinzip aus allen Richtungen zum Rohrenkopf transportiert werden. Allerdings besteht Einigkeit, dass die Belastung für die Anwohner möglichst gering gehalten und theoretische Risiken für die Natur möglichst ausgeschlossen werden.

Die derzeit im Rahmen der Bau- und Ausschreibungsplanung laufenden Abklärungen sind umfangreich und komplex Bei der Zuwegung selbst wird die Beschaffenheit der Wege, insbesondere die Wegbreite besonders geprüft. Die Tragfähigkeit des Bodens bei den anfallenden Tonnagen sowie die entsprechenden Kurvenradien  werden ebenfalls berücksichtigt. Zudem sind gesonderte Anforderungen an Schutzgebiete wie zum Beispiel zum Wasserschutz zu beachten. „Alle jetzt laufenden Prüfungen können unter Umständen noch zu notwendigen Anpassungen der geplanten Transportwege führen“, erläuterte Oliver Renaud.

Sobald die Prüfungen abgeschlossen und die definitiven Transportrouten festgelegt sind, werden die Betreiber alle politischen Gremien und die involvierten Behörden im Detail informieren. Auf die Frage aus dem Gemeinderat, wann mit den ersten Transporten zu rechnen ist, berichtete Oliver Renaud, dass die Lieferungen beginnen werden, sobald alle Prüfungen abgeschlossen, die politischen Gremien und die Bürger informiert sind und die für den Transport vielleicht erforderlichen Maßnahmen zum Streckenausbau abgeschlossen sind. Die Ausbauarbeiten können frühestens beginnen, wenn der Rohrenkopf schneefrei ist und keine Gefahr mehr von Bodenfrost besteht.

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