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Stefan Royl bittet Steinens Kommunalpolitiker um Unterstützung

Leiter des Schulzentrums Steinen sieht mögliche negative Entwicklungen

Steinen (hf). In der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Soziales Ende März stellte Schulleiter Stefan Royl die Situation am Meret-Oppenheim-Schulzentrum Steinen vor. Zum Schlussseiner Ausführungen richtete er an die Steinener Kommunalpolitiker den dringenden Appell, sich angesichts der Neuordnung der Schulen in Lörrach für die Interessen des Steinener Schulzentrums einzusetzen.

Für die Grundschule Steinen berichtete Konrektor Jörg Nägelin über voraussichtlich stabile Schülerzahlen für die nächsten Jahre. Da Steinen als Zuzugsgebiet gilt und in diesem Jahr das Neubaugebiet „AlteWeberei“ mit ersten Fertigstellungen rechnet, geht die Grundschule weiterhin von einem dreizügigen Schulbetrieb aus (ab 2021/22 sogar von einem vierzügigen Betrieb). Als Neuerung in diesem Schuljahr informierte der Konrektor, dass in Steinen wieder Schullotsen eingesetzt werden, damit die Kinder sicher über die Zebrastreifen kommen.

Für die Realschule berichtete Schulleiter Stefan Royl über die Neuausrichtung der Schulart. Ziel für die Realschule ist, dass die Mittlere Reife nach Klasse 10 erreicht werden kann mit der Option eines Hauptschulabschlusses. Als Entwicklungsschwerpunkte für die Realschule wurden definiert: das Lernen in verschiedenen Leistungsniveaus, Berufsorientierung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten sowie eine solide Anschlussberatung zum Übergang in Ausbildung, berufliche Bildungsgänge und berufliche Gymnasien.

Zum Schluss seiner Ausführungen ging Stefan Royl auf die Neuordnung der Schulen in Lörrach ein. Die Stadt Lörrach hatte eine solche Neuordnung angekündigt nach der das Hebel-Gymnasium an den Standort der jetzigen Neumattschule verlagert werden soll. Die Realschule soll enger mit der sogenannten Bildungsmeile an der Winterbuckstraße und den dortigen Gymnasien und ihren Bildungsangeboten verbunden werde. Die jetzige Hellbergschule in Brombach soll perspektivisch zur Gemeinschaftsschule oder zur Realschule entwickelt werden. In seiner Beurteilung gab Stefan Royl an, dass die Schließung der Werkrealschule an der Realschule Neumatt für Steinen wohl keine Auswirkung für das Schulzentrum Steinen habenwird. Das Gleiche gilt für die Bildung eines dritten Gymnasiums in der Kreisstadt. Sorgen bereitet dem Schulleiter aber der Aufbau einer weiteren Realschule in Brombach. „Eine weitere Realschule in Brombach kann bedeuten, dass wir künftig Schüler aus Lörrach Nordin Steinen verlieren“, so Stefan Royl. Und er richtete an Steinens Kommunalpolitiker den Appell, sich im bestehenden „Dialog- und Beteiligungsverfahren der regionalen Bildungsplanung“ verstärkt für die Interessen des Schulzentrums Steinen einzusetzen. Eine weitere Realschule in Brombach entspreche nicht den Zielen der regionalen Bildungsplanung, die klar auf größere Bildungseinrichtungen setzte. Er rechne zwar kurzfristig nicht mit negativen Auswirkungen auf das Schulzentrum in Steinen. Man möge aber die Bedenken Steinens im Dialog- und Beteiligungsverfahren in die Diskussionen mit einbinden. Auf die Frage aus dem Ausschuss, wo er die Zukunft des Schulzentrums Steinen sehe, antwortete der Schulleiter, er sehe die Zukunft eher im Aufbau eines Gymnasiums Typ G9 als in einer Gemeinschaftsschule.

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