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Starke Unterstützung für das Projekt „Mobilität im Kleinen Wiesental“

Kraftwerk Köhlgartenwiese und EWS-Schönau sagen substantielle Unterstützung zu

Kleines Wiesental (hf). Im Rahmen des BürgerInnengesprächs, zu dem Josha Frey MdL für den vergangenen Mittwoch in die Gaststätte „Satt&Selig“ nach Tegernau eingeladen hatte, berichtete Bürgermeister Gerd Schönbett über den Stand des Projektes „Mobilität im Kleinen Wiesental“. Durch die Zusage einer starken Unterstützung des Projektes durch Kraftwerk Köhlgartenwiese und EWS Schönau ist die Realisierung eines Bürgerbus-Systems im Tal deutlich gefördert worden. „Jetzt fehlt uns nur noch ein ‚Zugpferd‘, ein Bürger, der bereit ist, im Trägerverein den Vorsitz zu übernehmen“, erklärte Gerd Schönbett.

Eine der Arbeitsgruppen im Zukunftsprojekt „Im Tal leben – im Tal bleiben“ des Kleinen Wiesentals hat Lösungsmöglichkeiten für die Problematik der bislang unzureichenden Mobilität in der Gesamtgemeinde erarbeitet. Nach aktuellem Projektstand plant die Arbeitsgruppe ein Bürgerbus-System zur besseren Anbindung der Ortsteile und Weiler im Kleinen Wiesental an den ÖPNV zu schaffen. Auf Initiative von Bürgermeister Schönbett wurden Details eines solchen Konzepts mit dem Kraftwerk Köhlgartenwiese und der EWS-Schönau besprochen. Dabei sagten beide Partner substantielle Unterstützung zu. Für das Bürgerbus-System ist laut Gerd Schönbett angedacht, zwei Elektrobusse mit rund sieben Fahrplätzen einzusetzen. Schon bei einem ersten Ansatz vor einigen Jahren hatte der Landkreis Lörrach zugesagt, solche Busse mit Mitteln aus der Strukturförderung des Landkreises zu unterstützen. „Diese Mittel wurden seinerzeit nicht abgerufen und stehen weiter zur Verfügung“, bestätigte Kreisrat Herbert Baier. Weiter Mittel könnten beim Land Baden-Württemberg über die ELR-Förderung beantragt werden. „Sollten diese Mittel nicht ausreichen, zwei passende Elektromobile anzuschaffen, hat die EWS-Schönau zugesagt, und bei der Finanzierung der Lücke zu helfen“, informierte Gerd Schönbett. Eine notwendige Elektro-Ladestation in Tegernau für diese Busse wird die Kraftwerk Köhlgartenwiese GmbH beisteuern, wie von Martin Halm, dem Technischen Geschäftsführer des Kraftwerks, bestätigt wurde. Erfahrungsgemäß braucht es einige Zeit, bis dass ein solches neues Angebot sich in der Bürgerschaft etabliert hat und auch verlässlich in Anspruch genommen wird. Daher ist es aus Sicht des Bürgermeisters eine weitere kraftvolle Unterstützung des Projekts, dass EWS-Schönau zugesagt hat, die Betriebskosten für diese neuen Bürgermobile für die ersten drei Jahre zu übernehmen.

Der Projektplan der Arbeitsgruppe Mobilität sieht vor, dass die Bürgermobile von Bürgern aus Kleinen Wiesental gefahren werden. „Dabei können wir nicht davon ausgehen, dass diese Aufgabe auf rein ehrenamtlicher Basis übernommen wird“, erläuterte Gerd Schönbett. Daher geht die Arbeitsgruppe davon aus, dass diese Tätigkeit nach dem Mindestlohn vergütet wird. Diese Personalkosten sind nicht in der Betriebskostenzusage der EWS enthalten und müssen über andere Kanäle finanziert werden.

„Mit den Zusagen vom Kraftwerk und der EWS sind wir der Realisierung unseres Projekts einen ganz wesentlichen Schritt näher gekommen“, betonte Gerd Schönbett an der Veranstaltung in Tegernau. Aber es gibt noch einige Aufgaben zu lösen. „Für die Umsetzung der verschiedenen Teilprojekte ist zwingend erforderlich, dass wir endlich den geplanten Trägerverein gründen“, erklärte der Bürgermeister. Ein entsprechender abgestimmter Satzungsentwurf liegt vor. Allein es hat sich noch niemand gefunden, der den Vorsitz in diesem Verein übernehmen will. Des Weiteren sucht die Arbeitsgruppe noch nach Bürgern, die bereit sind, verlässlich den Fahrdienst zu übernehmen. „Wir stehen ganz kurz vor der endgültigen Realisierung unseres Zukunftsprojektes in der Gemeinde“, erklärte der Bürgermeister. „Und wir sind sehr zuversichtlich, dass unsere Bürger uns jetzt auch zur Seite stehen, um den letzten Schritt zu bewältigen.“

Josha Frey MdL reagierte sehr positiv. „Hier zeigt sich beispielhaft wie ein motiviertes bürgerschaftliches Engagement im Zusammenspiel mit konstruktiven Partnern zu zukunftsorientierten Lösungen führen kann, die sowohl den Bürgern auf der einen Seite wie der Natur und Umwelt auf der anderen Seite dienen.“ Und der Grünen-Abgeordnete sagte spontan zu, bei der ersten Fahrt eines Elektro-Bürgermobils im Kleinen Wiesental das Steuer zu übernehmen.

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