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Sonnenverwöhntes Sahnestück mit schöner Aussicht

14-Familien-Wohnhaus wird in der „Oberen Schöne“ gebaut / Fertigstellung: November 2017

Todtnau (vw). Nach 20 Jahren baut sie wieder: Die Baugeossenschaft Todtnau. Zum Spatenstich in der Schönenstraße 28-30, „Obere Schöne“, trafen sich Bauherren und die am Bau beteiligten am Donnerstagmittag. Hier soll nun ein 14-Familien-Wohnhaus mit 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen entstehen. Der Bau soll bis zum November 2017 fertig gestellt werden.

Im Frühjahr wurde an dieser Stelle das alte Arbeiterwohnhaus abgerissen, das zwölf Jahre leer gestanden hatte.

Bürgermeister Andreas Wießner, der Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft, gab beim Spatenstich den „Startschuss für das Projekt“, dem 17. Objekt der Baugenossenschaft. Hans-Peter Bernauer habe der Stadt das Grundstück verkauft. Wießner und auch Geschäftsführer Gerhard Kaiser betonten den großen Bedarf an neuen Wohnungen. Laut Statistik vom Land bräuchte man in Todtnau pro Jahr 35 neue Wohnungen. Vor 20 Jahren habe die Baugenossenschaft seinen letzten Bau realisiert, so Kaiser. Jährlich investiere die Baugenossenschaft rund 75000 Euro in den Erhalt der bestehenden 98 Wohnungen in 20 Objekten sowie seither insgesamt zwei Millionen Euro für deren Sanierung.

Nicht nur Miet- sondern auch Eigentumswohnungen seien gefragt, und so werden sieben Wohnungen in dem neuen Haus vermietet, weitere sieben werden verkauft. Im Frühjahr habe man das Projekt den Mitgliedern vorgestellt, denn diese hätten Vorrang. Die Wohnungen seien an die Mitglieder nun schon so gut wie vermietet, so Kaiser. Das Objekt wird 5-stöckig gebaut, die einzelnen Etagen sollen mit einem Lift erreicht werden. Die Wohnungen in drei Größenkategorien von rund 60 bis zu knapp 90 Quadratmeter werden fast alle barrierefrei sein – bis auf diejenigen im Untergeschoss. Von der Tiefgarage führt ein unterirdischer Gang bis zum Aufzug. So müsse man vom Auto bis zum Zimmer keine Stufen laufen.

Der ausführende Architekt Herbert Winkler ging dann nochmals auf die Details der Planung ein. Für ihn sei dies wohnungsmäßig das größte Bauvorhaben nach 40 Jahren. Zu den drei Wohnungen pro Geschoss zähle auch ein Büro für die Baugenossenschaft. Das Baugrundstück sei das Sahnestück von Todtnau, allein schon was die Besonnung angehe. Die Wohnungen werden alle nach Süden hin ausgerichtet sein mit Blick auf den Hausberg Hasenhorn. Es sei einer der letzten freien Bauplätze in Todtnau. „Das optimale Grundstück mit der guten Lage“ wurde gleich mehrmals gelobt, auch von Wießner und Kaiser. Die Wohnfläche in der Summe betrage 1002 Quadratmeter. In dem kinderfreundlichen Haus werde auf der Tiefgarage eine Grünfläche und ein Kinderspielplatz angelegt, so Winkler. In der Tiefgarage werde es 14 Stellplätze auf 350 Quadratmeter geben, weitere sieben Stellplätze werden rund ums Haus angelegt, abschließbare Fahrrad-Stellplätze wird es auch geben.

Bevor die Schaufeln in die Erde gesteckt wurden, fasste Kaiser noch die Kosten für das Projekt zusammen. Für die Baugenossenschaft bedeute dieses Projekt Gesamtinvestitionen in Höhe von drei Millionen Euro. Davon fallen 300 000 Euro für die Tiefgarage an. Die Baugenossenschaft sei nicht auf Gewinnmaximierung angewiesen, sondern wolle Wohnraum zu einem vernünftigen Preis anbieten. Die Wohnungen kosten zwischen 169 000 Euro (59 m2) bis zu 249 000 Euro (85 m2). Für den Tiefgaragenplatz zahlt man weitere 19500 Euro. Die Kaltmiete liegt im Schnitt bei fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungen seien alle bestens ausgestattet, wenn weitere Extra gewünscht würden, bedarf es der Absprache.

Mit den Bauarbeiten startet nun das Bauunternehmen Asal. Für die Statik des Gebäudes wird Thomas Baur zuständig sein. Im nächsten Jahr sieht die Stadt die Sanierung der Schönenstraße vor, doch dies wird eventuell etwas nach hinten verschoben, damit dies nicht mit dem Bau des Gebäudes kollidiere, hieß es. Bis zum November 2017 soll der Bau fertig gestellt werden.

Foto: Spatenstich für ein 14-Familien-Wohnhaus in der “Schöne”: Frank Asal vom Bauunternehmen Asal, Architekt Herbert Winkler, Gerhard Kaiser und Annette Frankenberger von der Baugenossenschaft sowie Bürgermeister Andreas Wießner (von links). 

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