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Gymnasium öffnet die Türen

Welche Schule ist die Richtige? Fehlende verbindliche Grundschulempfehlung sei ein Problem

Schönau (vw). Sein Angebot von A bis Z stellte das Gymnasium Schönau am Samstag bei einem Tag der offenen Tür vor. Schließlich müssen sich die kommenden Fünftklässler am 16. und 17. März an einer weiterführenden Schule anmelden und die Entscheidung für eine Schulform fällt nicht jedem leicht.

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Die Schülerfirma Bagful zeigte ihre selbstgenähten Taschen.

Gerade deshalb hat das Gymnasium in diesem Jahr erstmals einen zusätzlichen „Beratungsraum Gymnasium“ angeboten, in dem Schüler und Eltern erfahren sollten, ob das Gymnasium die richtige Entscheidung ist. Man wolle damit den Unsicherheiten entgegenwirken und dafür sorgen, dass Eltern zielgerichteter entscheiden, so Schulleiter Gustav Albiez, der übrigens nach diesem Schuljahr in Pension geht. Dabei sollten die Kinder genau jede Basiskompetenzen, die am Gymnasium entscheidend sind, an verschiedenen Stationen ausprobieren und die Eltern mit den Lehrern ins Gespräch kommen. Grund für eine solche Beratung sei auch die fehlende verbindliche Grundschulempfehlung. Diese sehe Lehrer Tobias Marx als problematisch an, sagt er. Oftmals würden Eltern ihre Kinder auch aufs Gymnasium schicken, auch wenn die Empfehlung der Grundschule eine andere sei. „Wir vom Kollegium sind stark gefordert, wenn ein Kind immer am Kämpfen sei, für die Kinder ist es immens schwer und für die Eltern ist es ein Alptraum“ sagt sein Kollege Sebastian Schlick. Eine solche Beratung sei also wichtig, um frustrierende Erlebnisse zu vermeiden. Hingegen komme es jedoch ebenso vor, dass Gymnasium-fähiger Schüler auf Real- oder Hauptschulen geschickt würden. Schlick schätzt aber, dass die Schulwahl bei vielen lediglich vom Wohnort abhängig gemacht werde. Die Beratung am Samstag wurde nur von ganz wenigen angenommen.

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Auch die AGs präsentierten sich.

Auch die Unterrichtsfächer stellten sich vor, so hat die Fachschaft Physik „Klein gegen Groß“ angeboten, bei dem die Kinder gegen ihre Eltern antreten konnten, in dem sie Experimente ausprobierten und Fragen beantworteten. Auch zum gläsernen Unterricht wurde wieder eingeladen, Viertklässler und interessierte Eltern konnten dabei in verschiedenen Fächern in den Unterricht hinein schnuppern. Dass Schule jedoch weitaus mehr als Unterricht ist, zeigten verschiedene Gruppen. Die Schulgruppe der Katholisch-Studierenden Jugend (KSJ), die bereits zehn Jahre Bestandteil der Schule ist, stellte sich und ihre Aktivitäten vor. Sie ist eine von fünf Gruppen im Diözesanverband Freiburg. Die 13 Schüler absolvierten in der zehnten Klasse ein Schülermentorenprogramm, eine dreiwöchige Ausbildung, inklusive Erste-Hilfe-Kurs und einem Projekt-Hüttenwochenende mit Kindern, wie Frauke Frederich erzählt, die die Stadtgruppe gemeinsam mit Simon Dummin leitet. Die KSJ bietet regelmäßig Projekte für Kinder und Jugendliche an. Derzeit engagiert sie sich in der Spielgruppe der Flüchtlingsunterkunft im Feriendorf in Todtnau. An der jährlichen Weihnachtsfeier trifft man sich mit den ehemaligen KSJlern. Der begleitende Lehrer Valentin Kero habe eigentlich kaum etwas zu tun, außer kochen, er lobt die Selbständigkeit der Schüler, die alles selbst organisieren.

Für die derzeitigen Gymnasiasten wurde ebenfalls allerhand Beratung angeboten: Ab dem Schuljahr 2017/2018 können die Schüler ab der 8. Klasse Spanisch oder NWT wählen, Spanisch ist somit eine neue Fremdsprache am Schönauer Gymnasium. Für das kommende Schuljahr steht noch Latein oder NWTZ für die Achtklässler zur Auswahl. Ach zu anderen Kurswahlen wurden Beratungen und Weichenstellungen geboten sowie Fragen rund ums Stipendium beantwortet. Ebenfalls stellten sich die beiden Juniorfirmen der elften Klassen vor: „Wallet Wonder“ stellt Geldbeutel aus Wachstüchern und Werbeplanen her, „Bagful“ produziert bunte Sportbeutel aus unterschiedlichen Stoffen in verschiedenen Größen. Die Mensa stellte sich vor, der Beratungslehrer öffnete sein Sprechzimmer, die verschiedenen Gruppierungen rund ums Gymnasium präsentierten sich. Die Schülerzeitung verkaufte antike Exemplare, die SMV präsentierte ihre Arbeit und der Schüler-Lehrer-Eltern-Chor warb mit seinem Gesang für weitere Mitglieder.

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