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Festliches Freundschaftssingen beim Sommerfest in Wies

Starker Andrang im Weideschuppen Wies

festliches-freundschaftssingen-beim-sommerfest-in-wies-gemischter-chor-meinwiesentalWies (hf). Das Frühjahrskonzert des Gesangvereins Wies war in diesem Jahr ausgefallen, weil der Verein das Dorfgemeinschaftshaus des Dorfes für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hatte, erzählte Helmut Grether, 2. Vorsitzender des Gesangvereins „Harmonie „ Wies 1879 bei der Begrüßung. Als Ausgleich hatten die Wieser Sänger entschieden, ein zweitägiges Sommerfest zu veranstalten und dazu viele befreundete Sänger aus der Umgebung einzuladen.

Am Samstag füllte sich der Weideschuppen schnell mit vielen Freunden des Chorgesangs, die bei den Auftritten der Chöre dabei sein wollten. Den Auftakt lieferte der Gastgeber gleich selbst. Unter der Leitung von Dirigentin Claudia Götting, die sich für diesen Auftritt kurz von der Hochzeitsfeier ihrer Tochter freigemacht hatte, bewiesen die Wieser Sängerinnen und Sänger überzeugend, wie schwungvoll und erfrischend zeitgemäßer Chorgesang klingen kann und erhielten viel Beifall vom begeisterten Publikum. Ihren Auftritt hatten die Wieser dem Chorabend auch vorangestellte, um langjährige und verdiente Sängerinnen und Sänger des Vereins zu ehren. Ernst Schwald wurde für 50 Jahre aktives Singen im Gesangverein „Harmonie“ Wies geehrt. Er trat 1966 in den Verein ein, war von 1967 bis 1972 Rechner im Verein und übernahm von 1972 bis 1993 dessen Vorsitz. Helmuth Grether überreichte ihm in „tiefster Würdigung und höchster Anerkennung“ die Vereins-Ehrenurkunde. Ganze 56 Jahre ist Rosmarie Schmidt aus Oberhäuser als Sängerin aktiv. Begonnen hatte sie im Kirchenchor Schwörstadt, ging später zum gemischten Chor Elbenschwand und sang danach zuerst im Singkreis und dann im Gesangverein Wies. Elisabeth Kopfmann, die bald ihren 82. Geburtstag feiern kann, ist ebenfalls seit mehr als 50 Jahren im Singkreis und im Gesangverein Wies aktiv und hat sich dort viele Verdienste erworben. Auch die beiden Sängerinnen wurden mit der Ehren-Urkunde des Vereins ausgezeichnet. Da die Dirigentin wieder zur Hochzeit der Tochter unterwegs war, wurde das Ehrungslied vom früheren musikalischen Leiter Heinz Osswald dirigiert.

Das anschließende Programm des Abends, das bewusst als „Freundschaftssingen“ angekündigt wurde, bestritten die Chöre des Gesangvereins Concordia 1868 Gersbach, des Gesangvereins Raitbach 1863, des Gesangvereins Langenau 1884 und zum Schluss des Gesangvereins Hasel 1875. Allen Chören war gemeinsam, dass sie trotz des Alters der Vereine, von denen keiner jünger als 140 Jahre ist, mit einer mitreißenden Frische und Jugendlichkeit auftraten, die glaubhaft macht, dass der Chorgesang in der Region weiterhin eine verbindende und sinnstiftende Einrichtung ist, die weiter für alle Menschen von besonderer Bedeutung ist. Bei manchen Liedern wurde mitgesungen, bei anderen geschunkelt, und als der Gemischte Chor Hasel mit einem fetzigen Gospel „Freedom“ seinen Auftritt abschloss, sang die gesamte Festgemeinschaft lautstark mit.

Für den späten Abend hatte Helmut Grether Unterhaltungsmusik mit den Wieser Neubürgern „Wambach 1“ angekündigt. Zwar musste man den jungen Musikern mit Blick auf den anstehenden „Wildsautanz“ erklären, was eine Polonaise ist, aber die jungen Musiker stellten sehr schnell überzeugend dar, dass Wies mit dieser Formation ein neues Highlight vorweisen kann.

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Auf dem Ehrungsfoto (von links): Elisabeth Kopfmann, Jonas Schwald, Ernst Senn, Helmuth Grether und Rosmarie Schmidt

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