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Der Wieser Dorfladen lebt und läuft auch im sechsten Jahr

Positive Stimmung bei der Hauptversammlung der Genossenschaft Milchhüsli eG

Wies (hf). „Es war ein verrücktes Jahr“, kommentierte Dieter Miss, Vorstand des Wieser Dorfladens, an Verlauf des Geschäftsjahres 2015 an der Hauptversammlung der Genossenschaft Milchhüsli Wies eG. Aus der normalen Geschäftstätigkeit des Dorfladens in 2015 ergab sich ein bescheiden positives Ergebnis. „Damit hätten wir die angestrebte schwarze Null erreicht“, stellte der Vorstandsvorsitzende fest. Lediglich aufgrund einer Abgrenzung wegen der Prüfungskosten im folgenden Jahr ergab sich ein kleines Minus. „Kein Grund zur Sorge“, wie Aufsichtsrat und Vorstand vermeldeten. Die Anteile der Mitglieder sind sicher, und auch in 2016 liegen Umsatz und Gewinnerwartung im gewohnt positiven Bereich.

Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Vollmer eröffnete die Hauptversammlung und berichtete, dass die Prüfer des Genossenschaftsverbandes Aufsichtsrat und Vorstand eine ordnungsgemäße Geschäftsführung bescheinigt haben. Moniert wurde von den Prüfern lediglich, dass bei der Führung der Mitgliederliste noch Schwächen bestehen. „Besonders den Umgang mit Erbschaftsfragen und den sich daraus ergebenden Übertragungen von Genossenschaftsanteilen haben wir noch nicht abschließend gelöst“, informierte Rolf Vollmer. Aber alle Fragen sind geklärt, die formalen Vorschriften müssen noch in einigen Einzelfällen nachgetragen werden, berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende.

Dieter Miss berichtete über das Geschäftsergebnis 2015. „Wenn ich jetzt einfach Zahlen vorlese, geht das in einem Ohr rein und im anderen wieder raus“, stellte er fest. Daher habe er sich für eine andere Form der Darstellung entschieden. An der Wand lehnte ein Birkenstamm von über drei Meter Höhe. „Das ist unser Bruttoumsatz in 2015 – genau 303.408 Euro“, erläuterte Dieter Miss. Dann kletterte er auf einen Stuhl und hob den oberen Teil ab. Was jetzt vom Stamm übrig war, stellte den Wareneinkauf dar. Das entfernte Stück repräsentierte die Kosten, die der Dorfladen zu tragen hatte. Den Kostenblock unterteilte er weiter in die einzelnen Kostenpositionen, die er stückchenweise auf dem Vorstandstisch präsentierte. So wurde für alle augenfällig, wie sich die Kosten verteilen und wie sie im Verhältnis zu einander stehen. Aufgrund der Abgrenzung der Prüfungskosten in 2015 schloss das Jahr in der Gewinn- und Verlustrechnung mit einem leichten Minus von 531 Euro. Auch wenn er gerne eine schwarze Null ausgewiesen hätte, zeigte sich Dieter Miss mit dem Ergebnis zufrieden. „Es geht uns nicht ums Geld“, erklärte er der Versammlung, „wir machen fröhlich weiter.“

Die Bilanz des Dorfladens weist ein Eigenkapital von rund 50.000 Euro aus. „Diese Summe enthält den Wert an Gebäude und Ausstattung, den Kassenbestand, die Genossenschaftsanteile sowie die Rücklagen und Vorträge aus alter Rechnung“, hielt Dieter Miss fest. Die Einlagen der Genossenschaftsmitglieder sind also abgesichert.

Bei den anstehenden Beschlüssen genehmigten die Mitglieder den Jahresabschluss und stimmten dem Vortrag des Jahresergebnisses auf die neue Rechnung zu. Die Entscheide fielen jeweils einstimmig. Ebenfalls einstimmig erteilte die Versammlung Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft die Entlastung.

Zum Abschluss der Versammlung dankte Rolf Vollmer allen, „die dafür durch ihren Einsatz dafür sorgen, dass unser Dorfladen läuft und weiter lebt“.

Da für das Dorfladen-Team am Montag, 21. November, ein kleines „Dankeschön-Fest“ ausgerichtet werden soll, bleibt der Dorfladen am Montagnachmittag geschlossen.

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