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Das macht Ihnen so schnell keiner nach

Annette Franz wird Bürgermeisterin von Wieden/ Erstaunlich hohe Wahlbeteiligung

Wieden (vw). Die Wiedner haben entschieden: Annette Franz wird am 1. Dezember ihr Amt als Bürgermeisterin antreten. Mit 72,3 Prozent wurde sie gewählt. Zahlreiche Gratulanten kamen gestern nach Verkündigung des Wahlergebnisses zur Wahlparty. Amtsinhaber Berthold Klingele begrüßte in der voll besetzen Gemeindehalle ganz besonders die neu gewählte Bürgermeisterin, die daraufhin einen donnernden Applaus erhielt. Sie habe ein überzeugendes Wahlergebnis erreicht, auch die Wahlbeteiligung lag mit 81 Prozent innerhalb von drei Wochen gleich zwei Mal über 80 Prozent – „ein hervorragendes Ergebnis“, freute sich Klingele. Dies zeuge vom großen Demokratieverständnis der Wiedner und einem großen Interesse. Klingele lobte auch den zweiten Kandidaten Michael Fischer, der mit 27,4 Prozent ein respektables Ergebnis erreicht hatte. Er habe dafür gesorgt, dass die Wahl ein bisschen spannend blieb.

Klingele hinterlässt große Fußstapfen

Das-macht-Ihnen-so-schnell-keiner-nach-WIEDEN-3Annette Franz selbst zeigte sich überwältigt, sie freue sich über den großen Zuspruch vor und nach der Wahl. Eine große Herausforderung stehe nun vor ihr, dabei hoffe sie auf den Zusammenhalt im Dorf, den man in letzter Zeit öfter bewiesen habe, etwa bei der „Entente Florale“. „Berthold Klingele hinterlässt große Fußstapfen“ sagte sie. „Ich bin froh, dass ich acht starke Männer hinter mir habe“, sagte sie weiter mit Blick auf den Gemeinderat. „Nur gemeinsam können wir Wieden weiterhin so gestalten, dass unser Dorf attraktiv für uns und unsere Gäste bleibt“, so Franz zum Ende ihrer Rede. Später verglich sie ihre Schuhgröße (38) mit der von Klingele, der doch tatsächlich Schuhgröße 48 besitzt. „Das passt“, so Franz mit Blick auf das Geleistete von Klingele in den vergangenen 24 Jahren als Bürgermeister.

Gleich mehrere Rekorde

Das-macht-Ihnen-so-schnell-keiner-nach-WIEDEN-1Landrätin Marion Dammann war ebenfalls gekommen und gratulierte. „Sie haben Geschichte geschrieben im Landkreis mit www – der wilden Wahl in Wieden“, sagte sie. Sie zollte den Bürgern ihren Respekt und ihre Anerkennung, dass diese vor drei Wochen selbst Namen auf den Zettel geschrieben hatten. Im Dorf habe man dann gesehen, irgendwie dürfe das Blatt nicht leer bleiben und unter der Hand Kandidaten gefunden. Damit hätte man Verantwortung gezeigt und sei für die Heimat eingestanden. Auch erstaunlich sei die schnelle Auszählung gewesen. „17 Minuten nach Schließung der Wahllokale hat mich die Nachricht im Autotelefon erreicht“, erzählte Dammann. Sie betonte das erstaunliche Ergebnis von Franz und sagte: „Das macht Ihnen im Landkreis so schnell keiner nach“. Sie wünschte Annette Franz eine erfolgreiche Amtszeit sowie die Unterstützung der Bevölkerung und des Gemeinderats sowie der Familie. Sie dankte auch Fischer, der mit seiner Kandidatur für eine Wahl sorgte. Ein großer Dank der Landrätin galt Klingele für seine Amtszeit, der Ideen und neue Impulse eingebracht habe und Wieden über die Dorf- und Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht habe.

Der GVV-Vorsitzende Peter Schelshorn gratulierte im Namen der Bürgermeisterkollegen des GVV, die fast vollständig anwesend waren und alle hinter Annette Franz und der Gemeinde Wieden ständen. Er wünschte ihr eine glückliche Hand, viel Erfolg, gute Entscheidungen, ein gutes Miteinander im Dorf und im GVV.

Bürgermeisterbaum ist 24 Meter hoch

Das-macht-Ihnen-so-schnell-keiner-nach-WIEDEN-4Der Männergesangverein sang der Neugewählten einige Stücke und gratulierte ihr, die Bergmannskapelle spielte. Dirigent Hubert Behringer, der an diesem Tag eine Stimme enthielt, gratulierte auch im Namen des Vereins und sagte: „Ich bin froh, dass alles so gekommen ist“. Sie beschlossen den offiziellen Teil des Abends mit dem Stück „Hoch Badnerland“, dass alle im Stehen mitsangen. Die Feuerwehr stellte währenddessen der neuen Bürgermeisterin einen 24 Meter hohen Baum hinter ihr Haus.

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