Gesellschaft & Politik, Lokales, News
Schreibe einen Kommentar

Biosphärengebiet bekommt Geschäftsstelle in ehemaliger Irisette

Geschäftsführer für Biosphärengebiet zieht am 15. Juni in sein Büro

Schönau (vw). Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Ökomobile-Tour (wir berichten noch) besichtige Regierungsvizepräsident Klemens Ficht zusammen mit Interessierten die neue Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwarzwalds. Mit dabei waren unter anderem der Projektleiter des Biosphärengebiets Walter Krögner, Ulrich Schlageter als Vertreter der Stadt, Schulleiterin Susanne Spiegelhalder-Rinderle und Sebastian Schröder-Esch vom Naturpark Südschwarzwald.

biosphaerengebiet-bekommt-geschaeftsstelle-in-ehemaliger-irisette-1In den Räumen der ehemaligen Produktionsstätte der Irisette im vierten Geschoss des Gebäudes findet sich schon bald die neue Geschäftsstelle des Biosphärengebiets. Ein Geschäftsführer sei zwar schon gefunden, seinen Namen wollte Ficht allerdings noch nicht verraten. Der Geschäftsführer werde am 15. Juni die Geschäftsstelle beziehen und am 21. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt. Die restlichen fünf Stellen für die Geschäftsstelle seien noch nicht besetzt, allerdings lägen für diese 800 Bewerbungen vor, so Ficht im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das Gebäude passe sehr gut zur neuen Geschäftsstelle, sage Walter Krögner, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Schließlich sei auch die Irisette eines der Webereiunternehmen gewesen, bei denen die Landwirte damals ihren Haupterwerb hatten – so sei es ein ganz wichtiger Bestandteil des Biosphärengebiets. Auch sei die Umnutzung des Gebäudes sehr nachhaltig. Auf 467 Quadratmeter habe man künftig Platz für einen großen und mehrere einzelne Büroräume. Außerdem sei es Ziel hier auch Veranstaltungen wie Workshops, Versammlungen und Ausstellungen stattfinden zu lassen. Die Räumlichkeiten wurden kürzlich komplett renoviert, am 4. Juli werden die Möbel für die Büros kommen, nur das Büro des Geschäftsführers ist bereits eingerichtet. Alles soll nachhaltig mit Ahorn-Büromöbeln eingerichtet werden, ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit soll der Strom von der EWS kommen. Wenn alles fertig ist, soll es für die Bevölkerung einen Tag der offenen Tür geben. „Wenn die Geschäftsstelle besetzt und die Gremien gewählt sind, dann kann es richtig los gehen“, sagte Ficht. Ulrich Schlageter erkundigte sich, ob die Möglichkeit bestehe, dass die Geschäftsstelle irgendwann nach Schönau in die Innenstadt komme. Ficht bejahte diese Frage ganz klar. Die jetzigen Räumlichkeiten seien eine Übergangslösung; an den Plänen, die Geschäftsstelle im Zentrum zu errichten, ändere sich nichts. Es sei ein gutes Signal, wenn Kommunen und Land hier zusammenarbeiten, so Ficht. Man plane hier ein gemeinsames Gebäude von Stadt und Land. Schlageter schlug hierfür den Boule-Platz (ehemals Haus des Gastes) vor.

Für die Säulen-Veranstaltungen zur Entwicklung des Biosphärengebiets, die demnächst starten, sei die Resonanz sehr groß gewesen, viele Vereine, Verbände und Privatpersonen hätten sich dazu angemeldet, berichtete Ficht. Zu den vier Säulen Naturschutz, Landnutzung, Kultur und Bildung sowie Wirtschaft werden dann in Workshops Dinge erarbeitet, die Vertreter in den Lenkungsgremien sowie der Beirat werden gewählt und sich selbst werde man ein Arbeitsprogramm geben, erläuterte Ficht. Sebastian Schröder-Esch vom Naturpark Südschwarzwald sagte zum Biosphärengebiet: „Wir sind sehr gespannt, wie das wird. Das Biosphärengebiet liegt komplett in unserer Gebietskulisse, es wird sich sehr viel überschneiden, doch man wird sich auf gar keinen Fall gegenseitig ausschließen, sondern es ist wichtig, sich gegenseitig zu ergänzen und zusammen zu arbeiten. Wir freuen uns sehr auf diese zusätzliche Struktur in unserer Region, die für die Entwicklung sehr positiv sein wird mit zusätzlichen Ressourcen. Das wird einen Bonus erbringen“.

haben-sie-zu-diesen-thema-eine-eigene-meinung-meinWiesental

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.