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Waldorschule zu Besuch im Stadtarchiv

Die 12. Klasse der Waldorfschule Schopfheim beschäftigt sich im Geschichtsunterricht den gesamten Februar 2017 mit dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik und dem Weg in den Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei täglich eine Doppelstunde mit  dem Unterrichtsstoff auseinander, was die Möglichkeit bietet, die
Inhalte intensiv und konzentriert zu bearbeiten.

Geschichtliche Ereignisse schlagen sich aber nicht nur in (Schul-)Büchern nieder oder werden schon fertig aufbereitet in Museen präsentiert. Auch im Archiv der Stadt Schopfheim lassen sich spannende Funde machen, die den Forscherehrgeiz wecken oder die Phantasie anregen: Was oder wer steckt wohl hier dahinter?

Um also mit allen Sinnen zu erleben, wie die Vergangenheit unmittelbar  in die Gegenwart und ihren Schulstoff hineinragt, besichtigten die Schülerinnen und Schüler den spektakulären Fund einer beträchtlichen Menge von „Notgeld“, das während der Hyperinflation im Jahr 1923 in  Schopfheim von der Druckerei Uehlin gedruckt und der Gemeinde als Zahlungsmittel ausgegeben wurde. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die Möglichkeit, die Geldscheine genau anzusehen, anzufassen und Fragen an die Archivleiterin, Dr. Ulla K. Schmidt zu richten. Parallel befasst sich die Klasse im Unterricht mit Artikeln aus der regionalen Tagespresse dieser Zeit, um einen konkreten Eindruck über die Lebensverhältnisse der Menschen in Schopfheim und Umgebung in dieser krisengeschüttelten Phase zu gewinnen.

Das Ziel des Archivbesuchs war es, Interesse an der Geschichte in der eigenen Region auszulösen und ein „forschendes Lernen“ in Gang zu setzen. Der Schopfheimer Notgeldfund bietet für diesen pädagogischen Ansatz eine großartige Chance, so die zuständige Lehrerin Anna De Caprio der Waldorfschule Schopfheim.

Eine Mitteilung der Stadt Schopfheim

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