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Von der Oper über Swing zur Polka

Stadtmusik Schönau bietet bei Ihrem Jahreskonzert für jeden Geschmack etwas

Schönau (hf). Stadtkapellmeister Peter Lastein stellt bei den Jahreskonzerten der Stadtmusik Schönau nicht die gängige „Hitparade der Blasmusik“ vor, sondern wählt mit Bedacht anspruchsvolle Titel aus, die nicht dem gängigen Repertoire angehören. Dafür bieten sie Gewähr für musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau, die von den Musikerinnen und Musikern mit Bravour und großer Spielfreude vorgetragen werden.

Es war wieder ein Jahreskonzert abseits des Mainstreams, in dem sich häufig die Orchester der „volkstümlichen Blasmusik“ bewegen. Schon der Auftakt des Konzerts mit der Ouvertüre zu Rossinis „Wilhelm Tell“ war in diesem Sinne Programm. Die Stadtmusik spielte die Ouvertüre souverän und mit viel Gefühl für die musikalischen Nuancen des großen Schweizer Nationalmythos, der für das reifste Werk Rossinis gelten darf. Auch das folgende viersätzige Werk über Noahs Arche (Noah’s Ark von Bert Appermont) führte überzeugend die musikalische Kompetenz aller Register vor das Gehör. Nach diesem ersten, eher konzertanten Teil  des Konzerts, schlugen die Musiker im zweiten Teil die mehr unterhaltsamen Töne an, ohne allerdings ihren hohen Anspruch aufzugeben. „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima war eine erfrischende, schwungvolle Session voller Dixie- und Swingelemente,  die frischen Wind durch die Buchenbrandhalle wehen ließ. Gleich darauf malten die Musiker musikalisch die traurig-schöne Legende der liebenden Sterngötter Vega und Altair in den Raum, die sich nur einmal im Jahr, nämlich am 7.Juli sehen dürfen. In der Schlusssequenz des Konzertes widmete sich die Stadtmusik wieder mehr Elementen aus der Volksmusik. Mit „Conga del Fuego Nuevo“ erklang ein temperamentvoller cubanischer Volkstanz von Arturo Marquez, und bei dem abschließenden „Zwei Mexikaner in Böhmen“ boten Johannes Kiefer und Andreas Wetzel an den Trompeten mitreißende Soli bei einer Polka mit eindrücklichen Swingpassagen. Das Publikum war restlos begeistert und ließ die Musiker erst nacheinigen Zugaben zur Erfrischung an die Bar.

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Die Jungendmusk hatte die Eröffnung des Abends bestritten. Unter Leitung von Stadtkapellmeister Peter Lastein überzeugten die Jungmusiker mit den „Songs of Africa“ und einem schmissigen „Here we go“. Als Zugabe schenkten die Jungmusiker ihrem Publikum „Fun, Fun, Fun“ von den Beach Boys.

Jugendmusik-Vorsitzender Fabian Steinebrunner freute sich, zum Ende des Auftritts der Jugendmusik Alina Wetzel zum bestandenen Leistungsabzeichen in Bronze und Theresa Laile, Julian Ruch und Alexandra Schlachta zum bestandenen Leistungsabzeichen in Silber herzlich gratulieren zu können.

Stadtmusik Schönau – Jahreskonzert 2016 – Ehrungen

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