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Tradition?

 

 

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Die Retter des christlichen Abendlandes haben ja gerade Hochkonjunktur. Ebenso wie ihre klammheimlichen Unterstützer. Dass es allerdings den wenigsten ums Abendland und den wenigsten von den wenigen ums Christentum geht, müssten eigentlich die Dümmsten kapieren. Weil beides sowieso schon lange keine Rolle mehr spielt im öffentlichen Leben – abgelöst von der Kommerzialisierung, die als „westliche Kultur“ den Planeten kolonialisiert.

Beispiel gefällig? „Halloween“: „’All Hallows’ Eve, der Abend vor Allerheiligen benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus“, schreibt Wikipedia, und weiter: „Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Bräuche des Halloween in seiner US-amerikanischen Ausprägung von Frankreich und dem süddeutschen Sprachraum ausgehend auch im kontinentalen Europa. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So wurden insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern in das kommerziell erfolgreiche Umfeld Halloween eingegliedert, genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete wie die Steiermark oder der Spreewald Halloween schnell auf.“

Ja, und jetzt wird unsereins täglich terrorisiert mit der allgegenwärtigen Werbung für die „Halloweenwurst“, das „Halloweenkleid“, das „Halloween-Makeup“, das „Halloweenmenü“, usw.. Regional setzt Erfolgsunternehmer Mack noch eins drauf und weckt den Südwesten mit öffentlich-rechtlicher Unterstützung von SWR3 schon im Morgenradio mit der Ankündigung zur „ultimativen Halloweenparty“ im Europapark. Und die Kleinkinder im multikulturellen Kindergarten glauben ernsthaft „Halloween“ sei hiesige Tradition und mindestens so bedeutsam wie der nächste Konsumrausch zum Jahresende. Ach so Weihnachten? Nö, natürlich die größte Umtauschaktion aller Zeiten von Karstadt.

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