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Stabwechsel im Vorstand des Harmonika-Orchesters Weitenau-Schlächtenhaus

Bianca Hummel folgt als 1. Vorsitzende auf Rita Frey

Steinen-Weitenau (hf). Die Hauptversammlung des Vereins „Harmonika-Orchester Weitenau-Schlächtenhaus“ vom vergangenen Montag stand ganz im Zeichen des Wechsels in der Vorstandschaft. Die 1. Vorsitzende Rita Frey, welche die Geschicke des Vereins über 17 Jahre geleitet hatte, stellte sich – wie schon länger angekündigt – nicht mehr zur Wahl. Zu ihrer Nachfolgerin wählte die Versammlung einstimmig die bisherige Rechnerin Bianca Hummel. Als neue Rechnerin wurde – ebenfalls einstimmig – Susanne Koch gewählt. Bürgermeister Gunther Braun, Ortsvorsteherin Freya Bachmann und die Vertreter der Vereinsgemeinschaft in Weitenau würdigten in ihren Grußworten das Wirken der scheidenden Vorsitzenden und wünschten dem Verein viel Erfolg für den nächsten Abschnitt des Harmonika Orchesters.

Das vergangene Jahr war für das Harmonika-Orchester auf der einen Seite ein ruhiges Jahr, berichtete Schriftführerin Claudia Brachlow in ihrem Jahresbericht, der von Frieder Wenzel vorgetragen wurde. Auf der anderen Seite wurden in der Vorstandschaft weitreichende Entscheidungen getroffen. Da die 1. Vorsitzende Rita Frey schon länger angekündigt hatte, sich 2017 nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen, musste eine neue 1.Vorsitzende gefunden werden. Weiterhin sah sich der Traditionsverein vor einer schwierigen Situation, nachdem sich der frühere Dirigent Jörg Burkhart aus persönlichen und beruflichen Gründen von seinem Amt zurückgezogen und mehrere Aktiv-Musiker das Orchester verlassen hatte. Mit der Gründung einer Spielgemeinschaft mit dem Harmonika-Orchester Endenburg-Sallneck wurde eine von beiden Seiten herzlich begrüßte Lösung für das „musikalische Problem“ gefunden. Und mit der Bereitschaft von Bianca Hummel, das Amt der 1. Vorsitzenden zu übernehmen, fand sich auch für das „organisatorische Problem“ eine gute Lösung. Mit Jenny Sander wurde auch eine engagierte und kompetente neue Dirigentin, aber die stand nach Gründung der Spielgemeinschaft per Beginn dieses Jahres ohne Orchester da. Jenny Sander nahm ihren Abschied an der Hauptversammlung gelassen und versicherte, man könne auch in Zukunft weiterhin auf ihre Mitarbeit zählen, wenn diese gebraucht werde.

Kassiererin Bianca Hummel stellte einen positiven Rechenschaftsbericht vor, der einen erfreulichen Überschuss auswies. „Trotz der wenigen Auftritte im vergangenen Jahr haben wir gut gewirtschaftet“, bemerkte sie und konnte zusätzlich auf einen beruhigenden Kassenbestand verweisen. In ihrem Abschiedsbericht legte Rita Frey Wert auf den Hinweis, dass es keinerlei Unstimmigkeiten im Verein gegeben habe. „Aber nach 17 Jahren an der Spitze des Harmonika-Orchesters hat sich eine gewisse Amtsmüdigkeit eingestellt, so dass ich mich nicht mehr zur Wahl stellen will“, erklärte die scheidende Vorsitzende.  Zu Beginn ihrer Amtszeit habe das Orchester noch 17 aktive Musiker gezählt und durch eine gute Jugendarbeit konnte das Orchester im Durchschnitt jährlich vier bis sechs Jungmusiker in das Aktivorchester integrieren. Jetzt weise das Weitenauer Harmonika-Orchester nur noch sieben Aktive und drei Schülerinnen aus. Der weitere Spielbetrieb schien gefährdet. Mit der Spielgemeinschaft mit dem HOES haben wir eine gute Lösung gefunden, die auch sicherstellt, dass unser Verein eigenständig bleiben kann. Sie dankte allen Vereinsmitgliedern, ihren Vorstandskollegen, der Festgemeinschaft in Weitenau und der Ortsverwaltung für die immer bereitwillige Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit.

Bei den Wahlen Bianca Hummel als neue 1.Vorsitzende gewählt. Als neue Rechnerin wählte die Versammlung Susanne Koch.  Die 2. Vorsitzende Angelika Eiche, Passiv-Beisitzer Frieder Wenzel und Aktiv-Beisitzerin Daria Kellerwurden in ihren Ämtern bestätigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

In seinem Grußwort bestätigte, dass das „Vereinssterben“ generell ein Thema in der Region ist. Mit der neuen Spielgemeinschaft habe das Harmonika-Orchester eine gute Lösung gefunden. Und er scheidenden Vorsitzenden bestätigte der Bürgermeister: „Sie haben alles richtig gemacht.“ Ortsvorsteherin Freya Bachmann zeigte sich erleichtert, dass das Harmonika-Orchester jetzt weiter macht. „Ihr seid ein fester Bestandteil unserer Festgemeinschaft und wir hoffen alle, dass die Talsohle jetzt durchschritten ist“, erklärte die Ortsvorsteherin. Christa Schmieder-Wenzel vom Gesangverein Harmonie erinnerte daran „Unsere Festgemeinschaft ist auch eine Solidargemeinschaft, in dem der Eine auf die Unterstützung der Anderen zählen kann“, und wünschte der neuen Vorstandschaft „ein richtig gutes Händle“ für die weitere Arbeit.

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