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Maulburgs Narren bitten um Salz-Spenden für die Gemeinde

Narrenbaumstellen mit Schlüsselübergabe

Maulburg (hf). Jetzt steht auch in Maulburg der Narrenbaum, und die närrische Zeit kann beginnen. „Ich weiß nicht genau, wie hoch unser Baum ist“, räumte Zunftmeister Roland Kobiella ein, als sich die Baumsteller an die Arbeit machten, „aber er ist sicher größer als der in Schopfheim.“ Die Narrenzunft Maulburg konnte zu ihrem Baumstellen befreundete Cliquen aus Schopfheim und Hausen und den Bürgermeister Jürgen Multner begrüßen. Denn mit der Aufrichtung des Narrenbaums hatten die Maulburger gleich die Schlüsselübergabe verbunden.

Roland Kobiella informierte die Bürger über den geplanten Ablauf der Fasnacht in Maulburg und verkündete auch, dass die Narrenzunft ab Mai ein besonderes Programm anbieten wird, mit dem wieder stärker um die Jugend in der Fasnacht geworben werden soll. Dann aber nahm er sich den Bürgermeister vor, während die Baumsteller den Baum in die Höhe wuchteten. Ob es denn zutreffe, wollte der Zunftmeister wissen, dass es in Maulburg bei Einbruch des Winters kein Salz gegeben habe. Jürgen Multner gab sich diplomatisch. „Also für auf die Eier hat es schon gelängt“, räumte er ein, musste aber zugeben, dass für die Straßen nichts da war. Roland Kobiella zückte also ein Päckchen Haushaltssalz und forderte die Bürger auf, es ihm gleich zu tun und die notleidende Gemeinde mit Päckchen Salz zu unterstützen. Schließlich habe man ja nicht damit rechnen können, dass es im Winter schneit und friert. Ob denn Bürgermeister und Gemeinderat Ortsbegehungen durchführten, wollte der Zunftmeister als nächstes wissen. „Regelmäßig, vom Rathaus über die Straße bis zum Ochsen“, erklärte Jürgen Multner. Das müsse unbedingt ausgedehnt werden, forderte Roland Kobiella. Für ihn als Fußgänger sei es unzumutbar über die vom Winterdienst aufgeschütteten Schneehaufen zu steigen, wenn er die Straßenseite wechseln wolle. Und nachdem der Bürgermeister seinen Amtsschlüssel an Zunftmeister Andreas Mühlhans übergeben hatte, erhielt er von Roland Kobiella als Geschenk eine Schneeschaufel, damit er in seiner amtsfreien Zeit zusammen mit den Gemeinderäten für schneefreie Gehwege sorgen könne – wenn es wieder einmal schneit. Den Hinweis vom Bürgermeister, es gebe aber 14 Gemeinderäte, und er habe nur eine Schaufel bekommen, konterte der Zunftmeister. „Die Gemeinde hat genug Geld, das sollte auch für 14 Schneeschaufeln längen!“

Inzwischen hatten die Baumsteller ganze Arbeit geleistet und mit Trommelwirbel und unter dem Beifall der Bürger konnte Roland Kobiella verkünden. „Unser Baum steht – jetzt ist Zeit für die Fasnacht.“!

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