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Kirchenkonzert zum 20-jährigen Jubiläum

Mit einem großen Kirchenkonzert feiern die Alphornfreunde Belchenland unter der musikalischen Leitung von Dirigent Hubert Behringer am Sonntag, 02. April 2017 um 20 Uhr in der Allerheiligen Kirche zu Wieden ihr 20-jähriges Bestehen. In einem anspruchsvollen musikalischen Programm wird nicht nur ausschließlich das Alphorn zum Einsatz kommen, auch die Kirchenorgel sowie verschiedene Blasinstrumente werden dem Anlass entsprechend feierlich erklingen.

Es war im Frühjahr 1997, als man im Wiedener Tal inmitten einer bunt blühenden Schwarzwälder Naturlandschaft zum ersten Mal vereinzelnd Alphornklänge vernehmen konnte. Mit seinem Interesse für das seltene Instrument, das noch heute als ein Nationalsymbol der Eidgenossen gilt und bis dato vor allem dort in der Schweiz sowie in Österreich und den bayerischen Alpen verbreitet war, begeisterte Wieden‘s damaliger Bürgermeister Berthold Klingele zunächst Musikdirigent Hubert Behringer sowie kurze Zeit später Utzenfeld‘s ehemaligen Bürgermeister Gerhard Wetzel. Es dauerte nicht lange, ehe die drei Musiker das „Alphorn-Fieber“ packte und auf gemeinsame Proben erste kleinere Auftritte bei Vereinsfesten, Silvesterveranstaltungen und Geburtstagsfeiern folgten. Durch das stetig wachsende Interesse in der Bevölkerung und den zunehmenden bläserischen Aktivitäten gesellten sich zu dem Trio mit der Zeit die beiden Bläser Egon Corona und Reinhard Marterer hinzu, ehe sich die Gruppe um Manfred Gerspacher sowie die Todtnauberger Alphornbläser Erwin Schubnell, Alfred Kaiser und Kurt Mühl erweiterte.

Einen Rückschlag musste die Gruppe schließlich mit dem Tod von Gerhard Wetzel im Jahr 2003 verkraften. Nach einer kleinen Stagnation führte anschließend Reinhard Marterer die Gruppe erfolgreich weiter, die sich kurze Zeit später durch das Hinzustoßen der beiden Brüder Martin Faller aus Aitern und Robert Faller aus Häg nochmals vergrößern konnte.

So hat sich nach 20 Jahren aus einer anfangs dreiköpfigen Gruppe eine mittlerweile neun Mann starke Gruppe von Bläsern aus insgesamt fünf umliegenden Dörfern zusammen gefunden. Die neun Freunde verbindet neben der Leidenschaft zum Alphornspielen auch die Tatsache, dass jeder von ihnen neben dem Alphorn noch ein weiteres Instrument in einem der zahlreichen Musikvereine der Region spielt. Trotz der vielen Zeit, die sie in ihre gemeinsame Leidenschaft – die Musik – investieren, bezeichnen sie sich in ihrer bescheidenen Art selbst lieber nicht als Vollprofis, sondern eher als Laienmusiker.
Seit zwei Jahrzehnten treffen sie sich nun mittlerweile zu wöchentlichen Proben und begeistern bei Auftritten in ihrer Schwarzwälder Tracht oder den Welschhemden sowie mit dem passenden „Chäppi“ auf dem Kopf bei Vereins- und Firmenfesten, bei Geburtstagen und Hochzeiten, bei Kurkonzerten sowie Kirchenkonzerten sowohl Einheimische als auch Feriengäste. Dabei überträgt sich schnell die Freude der Bläser und die Ausstrahlung dieses wundervollen und einzigartigen Instrumentes auf deren Zuhörer.

Besonders bewundernswert ist dabei die Einstellung der Alphornfreunde, die bei jedem Ihrer Auftritte die Spenden ihrer Zuhörer an den „Förderverein für krebskranke Kinder“ in Freiburg weitergeben. Über Jahre hinweg ist dadurch eine enge Bindung zu dem Freiburger Verein entstanden, die keiner der Neun jemals wieder missen wollen würde. Sicherlich erfreuen sich die Musiker, deren jüngstes Mitglied 57 Jahre alt ist und deren älteste Mitglieder mittlerweile auf 77 Lebensjahre zurückblicken darf, der Musik und der ausschließlich positiven Resonanz ihres Publikums, doch noch wichtiger ist Ihnen dabei, dass sie mit den  Spenden ein Projekt unterstützen, das ihnen allen sehr am Herzen liegt.

Nebenbei verstehen sich die Alphornfreunde Belchenland auch als Botschafter des Südschwarzwaldes. Als Highlight während der 20 Jahre bezeichnet Reinhard Marterer daher eine einwöchige Konzertreise nach Irland. Samt ihrer Instrumente und Partnerinnen ging es im Mai 2015 für eine Woche auf die Grüne Insel, wo man sich mit Hilfe des mittlerweile in Irland lebenden, ehemaligen Todtnaubergers Stefan Kaiser auf eine Konzertreise mit insgesamt 10  Auftritten begab. Bei Straßen-, Kirchen- und Schlosskonzerten begeisterte man die Iren, die das Alphorn bis dato nicht kannten. Auch bei diesen Auftritten vergaß man aber nie den eigentlichen Sinn, der hinter den vielen Auftritten steckt und so sammelte man auch in Irland  fleißig Spenden, die man am Ende der Konzertreise der Kinderklinik in Dublin übergeben konnte.

Ein ähnliches prägendes Highlight seit ihrer Gründung im Jahre 1997 wird sicherlich auch das Kirchenkonzert am 02. April 2017 in Rahmen des 20-jähigen Bestehen sein, zu dem die Alphornfreunde Belchenland die Bevölkerung und alle Feriengäste im Südschwarzwald ganz recht herzlich nach Wieden einlädt.

Eine Mitteilung der Schwarzwaldregion Belchen

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