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Flüchtlinge schon fest ins Bürchauer Herz geschlossen

30 Bürger beim ersten Helfertreffen im alten Rathaus

Bürchau (hf). Die Rückmeldungen über die ersten Kontakte zwischen Bürchauern und den Flüchtlingen im Freizeitheim waren positiv bis überschwänglich. Der Empfang und die ersten Begegnungen waren von großem Entgegenkommen auf beiden Seiten geprägt, wie beim ersten Helfertreffen von den Bürgern und Heimleiter Rainer Mithöfer bestätigt wurde. Bürgermeister Schönbett informierte, dass bei der Verwaltung eine Helferliste geführt wird, auf der sich ehrenamtliche Helfer gerne eintragen lassen können (Ansprechpersonen Claudia Brachlow und Gerrd Schönbett).

Derzeit sind im Freizeitheim Bürchau 45 Flüchtlinge untergebracht, vornehmlich Familien aus Syrien, Irak und Afghanistan. In naher Zukunft werden weitere 20 Perrsonen erwartet, wie Rainer Mithöfer berichtete. „Es sind schon viele Bürger im Heim gewesen“, erzählte der Heimleiter, „haben Kuchen gebracht oder mit den Flüchtlingen zusammen gekocht.“ Das Zusammenleben sei völlig problemlos. 15 der Flüchtlinge nehmen schon an Deutschkursen in Lörrach teil, weitere werden folgen. Um die Flüchtlinge auch an die Nutzung des ÖPNV zu gewöhnen haben sie Regio Cards vom Landratsamt erhalten. Diese werden auch für Einkaufsfahrten genutzt, wobei sich gezeigt hat, dass Schopfheim als attraktiver erlebt wird als Schönau (eingeschränktes Angebot).  Eine Kleiderkammer soll in Bürchau nicht eingerichtet, vielmehr soll die gut ausgestattete Kleiderkammer in Schönau genutzt werden, erklärte der Heimleiter.

Für die weiteren Aktivitäten der Helfer empfahl Rainer Mithöfer, keine Telefon- oder Handynummern abzugeben. Auch bei Einladungen in die eigene Wohnung möge man eine gewisse Distanz walten lassen. „Die Menschen hier machen von persönlichen Kontakten gerne Gebrauch“, so der Heimleiter. „Es ist schön wenn Sie helfen, aber achten Sie auch auf Ihre eigene Privatsphäre.“ Wie lange die Menschen in Bürchau bleiben werden, wurde aus der Runde gefragt. „Die Flüchtlinge bleiben, bis ihre Asylverfahren abgeschlossen sind“, so Rainer Mithöfer, „dann werden für sie eigene Wohnungen gesucht.“

Auf die Frage nach konkreten Möglichkeiten für die Helfer erklärte der Heimleiter, dass weitere Unterstützung bei den Deutschkursen benötigt werde. Besondere Vorkenntnisse seien bei den Helfern nicht nötig, für ein Üben in der deutschen Sprache stünden spezielle Bücher im Download zur Verfügung, die über die Heimleitung bezogen werden können. Weiterhin sei wünschenswert, dass es Freizeitangebote sowohl für die Kinder wie für die Erwachsene gebe. Bürgermeister Gerd Schönbett informierte, dass das Gemeindehaus für Aktivitäten zur Verfügung stehe, da es im Heim räumlich recht beengt sei. Als Ansprechpartner für die Nutzung des Gemeindehauses steht Ortsvorsteher Fritz Meier zur Verfügung. Als nächste Aktion soll sich die Helfergruppe selbst eine Struktur geben, damit sowohl die Heimleitung wie die Verwaltung konkrete Ansprechpersonen für verschiedene Fragen haben.

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