Bei STIMMEN 2017 mischte er den Marktplatz mit seiner Hip-Hop-Crew Beginner gehörig auf, nun kommt Jan Delay, aka Eizi Eiz oder Jan Philip Eißfeldt, mit seiner Band Disko No. 1 zurück nach Lörrach. In der Poplandschaft gibt es nur wenige Musiker, die eine ähnlich überraschungsreiche Karriere vorweisen können wie er. Dass sich für ihn Erfolg an Erfolg reiht, liegt aber nicht nur an seiner treffsicheren Reimkunst und seinem feinen Sinn für knackige Slogans. Auch seine einzigartige, näselnde Gesangsstimme ist nicht allein dafür verantwortlich. Dass der „soul funk brother“ im Maßanzug so gefeiert wird, liegt ganz entscheidend an seiner Begleitband Disko No. 1. Diese musikalische Allzweckwaffe unterstützt Jan Delay, wohin es ihn auch immer verschlägt. Die energiegeladene Live-Band bohrt mit ihm Funk-Bretter, breitet geschmeidig Soul-Samt aus oder wippt lässig im Reggae-Groove. Zwischen Dancehall und Classic Rock ist dieser Combo nichts fremd.

George Ezra – Best British Male Solo Artist 2019 der Brit Awards – ist der musikalische Senkrechtstarter des Jahrzehnts. Sein Debütalbum „Wanted On Voyage“ schlug ein wie eine Rakete. Kein Wunder, dass der Nachfolger „Staying At Tamara’s“ international mit Hochspannung erwartet wurde. George Ezra hat auf seinem Zweitling Songs voller positiver und aufbauender Erzählungen zusammengefasst. Da schnippen die Finger, die Mundwinkel heben sich und das Haar flattert im Sommerwind.

Die Indie-Folk-Band Beirut fegt stilistisch alle Grenzen mühelos hinweg. Mit im Gepäck hat die US-amerikanische Formation um Multiinstrumentalist Zach Condon ihr neues Album „Gallipoli“, das den ohne schon äußerst vielseitigen Sound der Band nochmals um neue Farben erweitert. Das einstige Folk-Wunderkind wartet mit sepiagetönten, nostalgisch schönen Melodien auf, die zu den Ecken und Kanten im Soundgewand einen schönen Kontrast bildet. Einst mischte Condon russische Polka mit melodischem Pop und osteuropäischen Klängen. Diesmal hat er es sich in Süditalien bequem gemacht und dort ein Album aufgenommen, dass so ungeschminkt und urtümlich daherkommt wie die Gegend in Apulien, in der es entstanden ist. Dass die dänische Sängerin und Komponistin Nanna Øland Fabricius, besser bekannt als Oh Land, 2008 mit ihrem Debüt-Album „Fauna“ an die Öffentlichkeit trat, verdankt sich einem persönlichen Schicksal. Eine Rückenverletzung beendete ihre Ballettkarriere – dafür wurde die Musikwelt um eine charakterstarke Stimme bereichert. Nach fünfjähriger Pause kommt Oh Land im Mai 2019 mit einem ungewohnt intimen, leisen Album zurück.

2016 haben Revolverheld auf ihrem Tourstopp zu „MTV Unplugged in drei Akten“ erstmals den ausverkauften Marktplatz in Lörrach verzaubert. Ihre gute Energie sorgte noch tagelang für Wohlgefühl bei den Fans in der Region. Auch bei der Band selbst hinterließ der Auftritt bleibende Eindrücke: „Wir haben beim STIMMEN-Festival 2016 einen wundervollen Abend mit einer großartigen Atmosphäre inmitten der Stadt erlebt. Damals war uns klar, dass wir auch auf der nächsten Tour unbedingt wieder vorbeikommen wollen.“ (Niels Hansen, Gitarrist bei Revolverheld) Das erfolgreiche Quartett beschwört mit seiner Musik all das, was Menschen, ihre Freundschaften und Lieben groß macht: das gemeinsame Gefühl! Und das ist sicher auch bei ihren vielen Fans nicht ausgestorben, sondern dürstet nach neuem Treibstoff. Nach der Ende 2016 selbst verordneten Bandpause, die vor lauter neuer Ideen kürzer ausfiel als geplant, haben sich Revolverheld im Frühjahr 2018 mit dem neuen Album „Zimmer mit Blick“ bestens gelaunt zurückgemeldet. Nicht nur hat die Band ein Album abgeliefert, das vor modernen Sounds, überraschenden Grooves und Texten, die einer immer komplizierteren Welt Haltung zeigen, nur so strotzt, sondern es …

Iggy Popgy ist mehr als der „Godfather of Punk“. Er ist eine Legende, die mehr Bands beeinflusste als diese wahrscheinlich selbst wahrhaben möchten. Als musikalisch innovativer Rebell ist Iggy Pop nicht nur eine Ikone der Pop- und Rockmusik, sondern ist mit seiner früheren Band The Stooges auch in die „Rock and Roll Hall of Fame“ eingegangen. Und immer noch rockt der nimmermüde Haudegen die Bühnen so ungestüm wie eh und je.