Deutsche Hausangestellte in der Schweiz Bis in die 1960er-Jahre hatten viele Schweizer Familien weibliche Hausangestellte, die aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz gekommen waren. Die Ausstellung beleuchtet ihre Lebenswege. Aus welchen sozialen Milieus stammten die Frauen? Welche Beweggründe veranlassten sie fortzugehen? Wie sah ihr Arbeitsalltag in schweizerischen Privathaushalten und Gastwirtschaften aus? Wie wirkte die – auf Abwehr und Kontrolle gerichtete – eidgenössische Ausländergesetzgebung auf die Lebensbedingungen der zuwandernden Frauen? Machten sie in der Schweiz ihr Glück? Die Ausstellung begleitet fünf „Schweizgängerinnen“ entlang ihrer wichtigsten Lebensstationen. Zahlreiche autobiografische Berichte, Briefe und Fotografien eröffnen Einblicke in den Alltag deutscher Hausangestellter in der Schweiz. Zeitgenössische Publikationen und Schriftgut aus Archiven beleuchten die Sicht von MeinungsmacherInnen aus Politik, Verbänden und Medien auf die zuwandernden Frauen. Dabei wird deutlich, wie die «deutschen Dienstmädchen» aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts und ihrer Berufstätigkeit zur Projektionsfläche schweizerischer Überfremdungsängste wurden. Eine Ausstellung im Rahmen von „Magnet Basel – fünf Ausstellungen im Dreiländereck zur Migrationsgeschichte des 20. Jahrhunderts“. www.dreilaendermuseum.eu Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr

Die Geschichte des Fahrrads beginnt ohne Pedale als Laufrad: 1817 konstruiert der badische Forstbeamte und Erfinder Karl von Drais seine Draisine, eine zweirädrige Holzkonstruktion. Angetrieben wird sie durch abwechselndes Abstoßen mit den Füßen vom Boden. Doch es dauert ein halbes Jahrhundert, bis die Entwicklung mit der Erfindung von Pedalen, dem Kettenantrieb und luftgefüllten Reifen weitergeht. Zuerst fordert das Hochrad Waghalsige und gut Betuchte heraus, bevor das uns heute vertraute Niederrad die Welt erobert. Fahrräder sind als praktische, umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Fortbewegungsmittel nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken! 200 Jahre nach Erfindung und Jungfernfahrt der Laufmaschine von Drais zeigt das Dreiländermuseum eine große Ausstellung zur Geschichte des Fahrrads. Zu sehen sind beeindruckende historische Originale aus der Museumssammlung: von der Draisine über das Hochrad bis zum modernen E-Bike. Mit umfangreichem Rahmenprogramm. Foto: Blick in die Sonderausstellung ‚Faszination Fahrrad‘ ©Dreiländermuseum www.dreilaendermuseum.eu Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr

Mittwoch, 13. September 2017, 10 – 12 Uhr im Dreiländermuseum Lörrach Mittwoch-Matinée: Wer spricht wie mit wem in der Region? Wie antwortet ein Schweizer einem Alemannen? Erkennen Sie Elsässisch? Neu zugezogen im Wiesental: kein Problem? Überlebt der Dialekt? Diesen und vielen anderen Fragen ist die Führung auf der Spur, anhand von unterhaltsamen Sprachproben, humorvoll und informativ. Führung durch die Dreiländerausstellung mit Susanne Raible. Beim anschließenden Kaffeetrinken gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Kosten: SFR 10,- / 10,- € , Mitglieder des Museumsvereins 5 € Veranstalter: Museen Basel

Freitag, 15. September 2017, 19:00 Uhr, Dreiländermuseum Lörrach Literarischer Abend „Immer diese Radfahrer“ Kaum ein technischer Gegenstand schafft es, in die Umgangssprache einzugehen: der Drahtesel hat es geschafft – das „treten nach unten“ und das „katzbuckeln“ sind sprichwörtlich im deutschen Sprachschatz verankert. Kein Wunder also, dass auch in der Literatur das Fahrrad seinen Platz gefunden hat. Der Abend mit Siegert Kittel führt durch die 200 Jahre Kulturgeschichte, Mensch, Technik & Politik -heitere Aspekte und traurige Geschehnisse – das Leben mit und auf dem Fahrrad. Veranstalter: Stadt Lörrach