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Ein Abend voller Kontraste

Konzert der Trachtenkapelle Aitern: Auftritt von vielen Solisten

Aitern (vw). Zu ihrem Jahreskonzert hatte die Trachtenkapelle Aitern am Sonntag in die Belchenhalle eingeladen. Erst standen die Jüngsten auf der Bühne. Unter der Leitung von Günter Böhler spielten die fünf Zöglinge weihnachtliche Stücke. Sie hatten im Oktober ihr Juniorabzeichen bestanden und werden voraussichtlich im kommenden Jahr ihr Leistungsabzeichen in Bronze absolvieren.

Mit dem schneidigen Konzertmarsch „Regimentsparade“ von Antonin Zvacek eröffnete die Trachtenkapelle ihr Konzert voller Kontraste mit einem anspruchsvollen Programm. Jede Menge Abwechslung war geboten mit Stücken unterschiedlichster Stilrichtungen. Dirigent Reinhard Schelshorn hatte ein gutes Händchen bewiesen bei der Zusammenstellung der Stücke.

ein-abend-voller-kontraste-tka-02Blau-weiße Häuser und eine prachtvolle Landschaft sah der Zuhörer vor sich, als er die Klänge des nächsten Stückes „Mykonos“, mit dem die Musiker auf die gleichnamige Insel entführten. Das für charakteristische schneller werdende Tempo und zwei Sirtakis wurden darin bestens umgesetzt. Bekannte Melodien gaben die Musiker bei „The Cream of Clapton“ zum Besten mit den legendären Hits von Eric Clapton „Wonderful Tonight“, „Layla“ sowie „Tears in Heaven“. Bei diesen Klängen konnte das Publikum zu träumen beginnen. Erneut haben die Musiker ihr Publikum entführt und zwar in die Berglandschaft des Skigebiets Fiss inTirol. Denn das folgende Stück „From Crystals an Eagles“ beschreibt den Flug eines Adlers über die Berge der Region und war ein Auftragswerk der dortigen Musikkapelle. Mit den wunderschönen Klängen aus diesem Stück, das von den Musikern an diesem Abend wohl die meiste Konzentration abverlangte, konnte man sich den fliegenden Adler, die schneebedeckten Bergspitzen und den glänzenden Schnee wunderbar vorstellen. Nach der Pause war Zeit für Solisten. Und so waren bei der Bravourpolka „Von Freund zu Freund“ von Martin Scharnagl Stefan Becker am Flügelhorn und Dominik Faas am Tenorhorn zu hören. Sie gaben die wunderschöne Einleitung, alle stimmten mit rhythmischen Passagen und einer lyrischen Triomelodie mit ein. Einzelne Solisten, besonders die jungen Musikerinnen, die das Leistungsabzeichen in Silber erreicht hatten, wollte Dirigent Schelshorn im Rampenlicht sehen, hatte dafür das Stück „Stars on Stage“ gewählt. Die einzelnen Register konnten in diesem Stück zeigen, was sie können. In Solopassagen mit lebhaften Melodien präsentierten sich eindrucksvoll die Silberlinge, auf der Klarinette Laura Pfefferle und Selina Becker und auf der Querflöte Anna Pfefferle und Johanna Asal. Auf dem Bass begeisterte Hubert Kessler, auf dem Saxophon legte Christian Kiefer ein leidenschaftliches, beeindruckendes Solo dar. Dramatische, energiereiche irisch-keltische Musik war dann im „Lord of the Dance“ aus der gleichnamigen Tanz-Show zu hören, das im Publikum für Begeisterung sorgte und dort sicherlich den ein oder anderen Fuß in Bewegung brachte. Carmen Faller begeisterte darin mit einem Solo auf der Piccoloflöte. Das letzte Stück verlangte noch einmal höchste Konzentration von den Musikern, vor allem wegen der vielen Tempowechsel in dem Medley „André Rieu in Concert“. In diesem Stück hatten auch die zwei Zöglinge im Schlagzeug-Register Leon Thoma und Robin Becker jede Menge zu tun.  Die Zuhörer ließen die Musiker nicht gehen und so war die Zugabe „Celtic Crest“, bekannt aus dem Basel Tatoo zu hören mit einem Oboen-Solo von Marina Schelb. Mit der zünftigen Polka „Ein Denkmal für die Blasmusik“ verabschiedeten sich die Musiker dann endgültig. Fazit: Ein kurzweiliger Abend, der mit kontrastreicher Musik für Begeisterung beim Publikum sorgte. So hatte am Ende jeder Gast sein ganz eigenes Lieblingsstück gefunden oder konnte sich gar nicht entscheiden.

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