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Hundemäßige Sauerei …

Zugegeben: Vermintes Terrain. Denn die Lobby der Hundebesitzer ist deutlich besser vernetzt als die des Kinderschutzbundes. So stelle man sich vor, was los wäre, wenn jedes Kind am Wegesrand im Walde, oder im Stadtpark, oder auf dem Schulparkplatz … na ja, Sie wissen schon. Doch wenn Struppi, Pacco oder Leila für große Hunde müssen, dann ist das absolut ok. Die können einfach nicht anders, die Armen. Und Herrchen und Frauchen wollen auch nicht so weit laufen. Mal ehrlich, schließlich ist es ja auch verdammte Elternpflicht, seinem Nachwuchs die Hundescheiße aus den Schuhsohlen zu kratzen. Und Katzenscheiße im Sandkasten oder im heißen Sand des Beachvolleyball-Platzes – na, ja wer wird denn auch so ein Spießer sein. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte. Weil es auf der nach oben offenen Skala der Rücksichtslosigkeit (oder ist es … ?) offensichtlich immer weiter nach oben geht, findet man auf den einschlägigen Gassi-Pisten des Wiesentals jetzt immer öfters schöne orangebunte Plastiksäckchen. Manchmal verschämt hinter einer Himbeerstaude, manchmal ganz majestätisch auf einem Stein. Da liegen sie dann. Und wenn sie keiner wegräumt, noch …

Willkommenskultur ist Schwachsinn

Im Wiesental und anderswo gilt – „Willkommenskultur“ ist Schwachsinn. Sprachlich und inhaltlich. Und daran ändert auch nichts, dass alle davon reden. Warum? Weil dieser verquere „Politikersprech“ den Blick auf die Wirklichkeit verstellt und Ehrlichkeit in einer notwendigen politischen Diskussion und bei einer zu erwartenden gesellschaftlichen Veränderung unterbindet. „Willkommen“ sind nämlich Gäste. Gäste allerdings kommen freiwillig, sie sind in der Regel eingeladen und die Gastgeber bestimmen Ihre Zahl und den Zeitpunkt des Kommens. Und sie gehen in der Regel wieder. Nichts von alledem trifft zu auf die Flüchtlinge, die gegenwärtig nach Europa und im Besonderen nach Deutschland strömen. Das Bedeutungswörterbuch beschreibt den Begriffsursprung mit „willekome“, also wurzelnd in „Wille“ und „kommen“, letzteres wohl partizipial und demnach etwa „nach Willen angekommen“, also „als Gast erwünscht und gewollt“. „Gern gesehen“, „erwünscht“ und „angenehm“ sind so die vorgeschlagenen Synonyme. Passt wohl irgendwie nicht zu überfüllten Notunterkünften, rollenden Todesfallen und brennenden Asylunterkünften. Aber Pfarrer, Politiker und Schauspieler – und leider auch viele Journalisten – mögen das Wort trotzdem. Weil sich damit wunderbar die Wirklichkeit verschleiern lässt: Zum Beispiel, dass es …