Alle Artikel in: Gesellschaft & Politik

Im Herbst geht das neue DPD-Paketsortierzentrum in Steinen in Betrieb

„Hier im Süden Deutschlands sind wir dringend auf zusätzliche Kapazitäten angewiesen, da der boomende E-Commerce für stetig steigende Paketmengen sorgt“ erklärt Thomas Ohnhaus, Regional-Geschäftsführer bei DPD Deutschland. Mit ihrem 78. Standort in Steinen, erhofft sich der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD genau das: eine Entlastung des bestehenden Standortes in Freiburg durch eine Belieferung des äußersten Südwesten Deutschlands im Dreiländereck und am Hochrhein sowie des Südschwarzwald bis in Höhe Müllheims. Durch diese Investition sei das Unternehmen noch besser auf die steigenden Paketmengen vorbereitet, die vor allem beim Versand an private Empfänger erwartet werden, so Ohnhaus ferner. Bei dem Neubau in Steinen handelt es sich um ein so genanntes Paketsortierzentrum, welches auf einer Fläche von 30.000 m² neben der Kläranlage gebaut wurde. Es soll rund 80 Mitarbeiter beschäftigen, wobei die Kapazitäten aus Unternehmenssicht zukünftig sogar noch deutlich ausgebaut werden können. Zu Beginn schätzt DPD, dass bis zu 10.000 Pakete täglich umgeschlagen werden können. Bereits seit den 80er Jahren gibt es Pläne das Gebiet zwischen dem Fluss Wiese und der B317 für Gewerbeansiedlung zu nutzen. Das DPD-Zentrum setzte …

Heffa Schücking ist die Stromrebellin 2017 Preisverleihung in Schönau

Heffa Schücking, die Geschäftsführerin der Umweltorganisation urgewald, ist die Schönauer Stromrebellin 2017. Sie erhielt diese Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz beim Klima- und Umweltschutz und ihr konsequentes Eintreten für Ökologie und Menschenrechte. Übergeben wurde der Preis im Rahmen des Schönauer Stromseminars. Drei Jahrzehnte Einsatz für die Umwelt Heffa Schücking ist seit über 30 Jahren unermüdlich im Einsatz für den Erhalt unseres Planeten. Den Anfang machte sie 1988 mit dem Rainbow Memorandum, das die Zusammenhänge zwischen unserem Konsum und der Abholzung der Regenwälder aufdeckte. 1992 gründete sie den Verein urgewald, der zum Beispiel 1997 ein Dammprojekt in einem der letzten ökologisch intakten Himalayatäler verhindern konnte und dem es gelang, deutsche Banken und den Energiekonzern RWE davon abzuhalten, das bulgarische Atomkraftwerk Belene zu finanzieren. Durch professionelle Recherchen und zielgenaue Kampagnen gegen Kohlefinanzierung hat es Heffa Schücking und ihr Team im Jahr 2015 geschafft, das norwegische Parlament von einem weitgehenden Kohleausstieg des milliardenschweren Pensionsfonds in dem Land zu überzeugen. Kurz darauf verkündete auch der Versicherungskonzern Allianz – nach einer urgewald-Kampagne – einen Ausschluss großer Kohlefirmen von Aktien- und …

Generationenwechsel beim Ortsverband des Bündnis 90/Die Grünen Schopfheims

(Schopfheim) Den Generationenwechsel gab es eher nicht, aber dennoch starten die Bündnis 90/Die Grünen Schopfheims mit einem komplett neuen Team in den Bundestagswahlkampf 2017 bzw. ins Transportieren und Gestalten grüner Politik hier in die Region und in Schopfheim. Immerhin konnte der Ortsverband, der die politische Verwaltungsgemeinschaft Schopfheim, Maulburg, Hausen und Hasel umfasst, auch noch gleich zwei urgrüne interne Forderungen verwirklichen: der neue Vorstand besteht aus einer Frau und einem Mann und beide stehen zumindest aktuell auch für die Trennung von Amt und Mandat. Bevor es jedoch zur Wahl kam lieferten die langjährigen Vorstandssprecher Michael Straub und Ernes Barnet in ihren Berichten ein Kaleidoskop ihrer bzw. des Ortsverbandes Aktivitäten und Highlights während ihrer langen Zeit als Sprecher. Fast fünf Wahlperioden ließen die beiden Revue passieren und erinnerten u.a. an das grüne Citybuskonzept , die Aktion zum Erhalt der Bäume in der Bahnhofstrasse, den unermüdlichen Einsatz für Tempo 30 innerhalb der Stadt und den Ortsteilen, das Engagement für Schwimmbad und den Oberfeldplatz. Dass dabei die Arbeit für die bundes- und landespolitischen Themen etwas zu kurz kam, gaben …

Sportliches Ergebnis des diesjährigen Wiesentäler Wasserlaufs

20.000,- Euro hat das Orga-Team an den Dikome-Verein für sein Wasserprojekt überreicht. Einmal mehr ein voller Erfolg für den diesjährigen Lauf von der Wiesenquelle bis zur Mündung in Basel. 56 Kilometer „laufend Gutes tun“, nach diesem Motto möchte man nächstes Jahr bei der 5. Auflage die 100.000,- Euro vollmachen, wie Jürgen Eckert vom Orga-Team ganz Sportler, das nächste zum Ziel setzt.  

Max Josef Metzger – ein Märtyrer für den Frieden

Vortrag von August Bichelmeier in der Tegernauer Krone Tegernau (hf). In einem ausführlichen Vortrag stellte der Schopfheimer August Bichelmeier am vergangenen Sonntag im Rahmen eines „Krone Frühschoppens“ Leben und Werk des katholischen Priesters und Pazifisten Max Josef Metzger nach, der am 17. April 1944 in Berlin von den Nazis hingerichtet worden war. Er zeichnete das Lebens eines tiefgläubigen Menschen, der in seinem Auftreten vielleicht manchmal unbequem, aber in seinen Überzeugungen immer seiner Zeit voraus war, und den Menschen auch heute noch Vorbild und Ansporn sein kann. Max Metzger wurde am 13.2.1887 in Schopfheim geboren. Sein Vater galt als streng und war als Katholik stark anti-protestantisch eingestellt. In seiner Schulzeit war er ein Musterschüler. Seine Lehrer bescheinigten ihm, er sei talentiert, aber sehr ehrgeizig und rechthaberisch. Als die Familie 1902 nach Mersburg umsiedelte besuchte er das Gymnasium in Konstanz. Er studierte anfänglich in Freiburg und danach in Fribourg in der Schweiz. In Fribourg kam er bei Besuchen in den Arbeitervierteln der sogenannten Unterstadt mit den schwierigen Lebensverhältnissen der Arbeiterschaft und dem „Elendsalkoholismus“ in Berührung. Er kümmerte …

Gemeinderat beschließt Zentralkindergarten mit Krippe

Entschei d vorbehaltlich der „weitgehenden Finanzierung über Förderung und Zuschüsse“ Kleines Wiesental (hf). Mit deutlicher Mehrheit entschied der Gemeinderat Kleines Wiesental am Mittwoch den Bau eines zentralen Kindergartens mit angeschlossener Krippe in der Nachbarschaft der Nachbarschafts-Grundschule in Tegernau. Das bedeutet auch, dass die drei heute noch bestehenden Kindergärten – Wieslet, Wies und Neuenweg – geschlossen werden sollen. Der Entscheid wurde gefällt „vorbehaltlich der weitgehenden Finanzierung über Fachförderung und Zuschüsse“, wie Bürgermeister Gerd Schönbett erläuterte. In der Frage des Erhalts oder der Schließung der drei bestehenden Kindergärten zeigte sich auch am Mittwoch, dass sich klare Lager gebildet haben. Vor Beginn der Sitzung stellte Patricia Fromm (Wies) den Antrag die Punkte „Einrichtung einer Kinderkrippe“ und „Standorte der Kindergärten“  von der Tagesordnung zu nehmen, da diese Fragen nicht in den Ortschaftsräten vorentschieden werden konnten. „Bei jedem Bauantrag holen wir die Meinung des Ortschaftsrates ein, aber in dieser wichtigen Frage wurden die Ortschaftsräte nicht angehört“, begründete Patricia Fromm ihren Antrag. Gerd Schönbett entgegnete, dass Bauanträge nur den entsprechenden Ortsteil betreffen und darum der Ortschaftsrat gehört werden müsse. Aber die …

Breitband-Versorgung Neuenweg wird in Angriff genommen

Kann ein Nahwärmenetz für Neuenweg mit realisiert werden? Neuenweg (hf). In einer Bürger-Veranstaltung am vergangenen Montag informierten der Geschäftsführer des Zweckverbands Breitband, Paul Kempf, über das weitere Vorgehen in der Planung des weiteren Vorgehens zur Versorgung des Ortsteils Neuenweg mit schnellem Internet. Bürgermeister Gerd Schönbett informierte zusätzlich, dass es Interesse bei den Bürgern Neuenwegs gibt, im Zuge der umfassenden Kanalbauarbeiten im Dorf, auch die Möglichkeiten eines eigenen Nahwärmenetzes im Dorf zu evaluieren. Wie schon vorher in anderen Ortsteilen des Kleinen Wiesentals informierte Paul Kempf über den geplanten Anschluss der Haushalte in Neuenweg an die Versorgung mit schnellem Internet über Glasfaser-Leitungen. Dieses Projekt gewinnt an Dringlichkeit, da die Verlegung der Glasfaser-Verbindungen mit den anstehenden Kanalbau-Maßnahmen im Dorf verbunden werden soll. „Wenn wir im Zuge der Kanalbau-Maßnahmen sowieso das halbe Dorf umgraben müssen, ist es aus Kostengründen zwingend, dass wir die Verlegung der Breitband-Verbindungen mit dieser Maßnahme verbinden“, erklärte Paul Kempf. Geplant ist also, schon im Juli 2017 die anstehenden Baumaßnahmen auszuschreiben, damit im September unter Umständen die Aufträge bereits erteilt werden können, damit das Projekt der …

„Jahr der Entscheidung“ für die SGS Steinen vertagt auf 2017

Vorsitzende Birgit Petersen-Mirr appelliert an Gemeinde Steinen und den Gemeinderat Steinen (hf).  „Es war wieder ein arbeitsreiches Jahr für den Vorstand der Seniorengenossenschaft Steinen“, berichtete die 1. Vorsitzende Birgit Petersen-Mirr an der Hauptversammlung des Vereins am vergangenen Freitag. Neben den zehn Vorstandssitzungen der SGS war das „alles andere überlagernde Thema der Moderationsprozess mit der Gemeinde“, der noch nicht abgeschlossen ist. Daher wurde der angekündigte Bericht des Moderators über den Stand des Moderationsprozesses von der Tagesordnung abgesetzt. Birgit Petersen-Mirr kündigte eine neue Veranstaltung für den 28. Juni um 19.30 Uhr an, an dem der Moderator, Reinhard Hoferer,  über den Prozess und die erreichten Ergebnisse informieren wird. Zu der Veranstaltung sind alle Mitglieder der SGS und alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Seit Beginn des Prozesses fanden im vergangenen Jahr drei Workshops statt, an denen Mitglieder der Gemeinderatsfraktionen, der Verwaltung, der Bürgermeister,  der Verwalter der WEG, der Bewohnerrat und Vertreter der SGS sowie der Geschäftsführer der Seniorenzentrum Mühlehof gGmbH teilnahmen. Zur Klarstellung führte die Vorsitzende noch einmal detailliert aus, dass „die Seniorengenossenschaft nicht die Seniorenzentrum Mühlehof gGmbH und …

Seniorenzentrum Mühlehof vor schwierigen Herausforderungen

Geschäftsführer Wolfram Uhl stellt neue Maßnahmen vor Steinen (hf). An der Hauptversammlung der SGS in Steinen stellte Wolfram Uhl, Geschäftsführer des Seniorenzentrums Mühlehof gGmbH, seinen Jahresbericht des Seniorenzentrums vor. Dabei wies er – neben den positiven Ergebnissen der Prüfungen des Medizinischen Dienstes und der Heimaufsicht – auch auf einige schwierige Herausforderungen hin, mit denen sich das Seniorenzentrum konfrontiert sieht. Wolfram Uhl berichtete, dass der konkrete Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 zwar noch nicht vorliegt, dass sich aber eine klare Richtung feststellen lässt. Dauerpflege, Kurzzeitpflege im Pflegeheim und Tagespflege sind Angebote, die sich selbst tragen, wohingegen sich das Betreute Wohnen und die Kaffeemühle nicht selbst tragen. Schwerer wiegen die Ergebnisse der Betriebsprüfung durch die Finanzaufsicht. So wurde im Prüfbericht festgehalten, dass der Fahrdienst für die Tagespflege kein bürgerschaftliches Engagement darstelle und auch nicht als solches gewertet werden dürfe. Nach Ansicht der Geschäftsführung steht diese Einschätzung, die in der Folge erhebliche Konsequenzen für das Seniorenzentrum hätte, im klaren Widerspruch zur geltenden Rechtslage. Gegen diese Wertung hat der Mühlehof vor Gericht Klage eingereicht. Nach einer weiteren Einschätzung der …

Weidegemeinschaft Endenburg mit neuem Vorstand

Helmut Weltin gibt den Vorsitz an Henning Osswald ab Steinen-Endenburg (hf). An seiner Hauptversammlung vom vergangenen Donnerstag wählte die Weidegemeinschaft Endenburg einen neuen Vorstand. Nach 18 Jahren im Amt stellten sich der 1. Vorsitzende Helmut Weltin und Schriftführerin Rosemarie Renz nicht mehr zur Wahl. Neu wählte die Gemeinschaft Henning Osswald, den bisherigen 2. Vorsitzenden, zum 1. Vorsitzenden, Helmut Weltin, der bisherige 1.Vorsitzende wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt, als neuen Schriftführer wählte die Versammlung Günther Vollmer. Als Beisitzer wurde Walter Giesin im Amt bestätigt. Es war eine eher ungewöhnliche Hauptversammlung. Zum Auftakt gab Schriftführerin Rosemarie Renz einen kurzen Überblick über die Aktivitäten seit der letzten Hauptversammlung. Rechner Rudolf Forsthuber legte einen positiven Rechenschaftsbericht vor. Kassenprüfer Armin Weltin bestätigte, dass alle Belege ordnungsgemäß verbucht wurden, und die Kassenbestände mit den Buchungen übereinstimmten. In der Aussprache zu den Berichten zeigte sich, dass es ungeklärte Fragen in der Vorstandschaft gibt. Der erste Versuch, die Vorstandschaft zu entlasten scheiterte, da sich alle fünf stimmberechtigten Mitglieder der Stimme enthielten. Nach einer kurzen Unterbrechung informierte Ortsvorsteherin Daniela Trefzer die Mitglieder, dass bei …