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Brillante Klänge, die ins Ohr gingen

Weihnachtskonzert der Bergmannskapelle: Spitzdobel-Echo aufleben lassen / Musik großer Kapellmeister

brillante-klaenge-die-ins-ohr-gingen-02Wieden (vw). Die Bergmannskapelle Wieden hatte bei ihrem Weihnachtskonzert am Samstagabend einmal mehr überzeugt und bestens unterhalten. Unter dem Motto „Musik großer Kapellmeister mit ihrem unverwechselbaren Sound“ brachte sie bekannte Melodien zu Gehör, die sofort ins Ohr gingen und dort auch noch eine Weile blieben. Doch zunächst sorgten die Zöglinge für einen stimmungsvollen Auftakt. Die sechs Jungen und neun Mädchen, die seit 16. Mai 2013 in der Ausbildung sind und im kommenden August in die Jugendkapelle befördert werden, bewiesen unter der Leitung von Hubert Behringer großes Talent auf der Bühne. Sie spielten weihnachtliche Weisen, „Kleiner Festmarsch“, „A song for you“ und ihre tatsächlich „Erste Polka“. Zwei Flötistinnen hatten erst im Mai das Instrument gewechselt und spielen schon jetzt mit den Klarinetten mit und das sogar bei den Großen. Nicht nur das spricht für die überaus gute Ausbildung in der Bergmannskapelle. Die jungen Musiker durften natürlich auch eine Zugabe spielen.

brillante-klaenge-die-ins-ohr-gingen-03Dann aber waren die Großen an der Reihe. Über 60 Musiker nahmen auf der Bühne Platz. Und wie immer hatte Dirigent Hubert Behringer ein anspruchsvolles Programm für seine mächtige Musiker-Truppe ausgewählt. Für seine 20-jährige Dirigententätigkeit erhielt er aber zuerst einen neuen Dirigentenständer, dies sei allein schon aus Sicherheitsgründen nötig gewesen, so der erste Vorsitzende Jakob Dörflinger. Schon mit ihrem ersten Stück „André Rieu in Concert“ haben die Musiker es geschafft, zu imponieren und die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Die vielen Tempowechsel bedürfen Konzentration und Fingerspitzengefühl. Wohl jeder aus dem Publikum kannte die Swing-Melodien aus der dann folgenden „Glenn Miller-Parade“. Den unverwechselbaren Klang des nächsten Weltstars gab es bei „Herp Albert Golden Hits“ zu hören. In diesem Konzert war jedes Stück ein Höhepunkt, im Publikum hatte wohl jeder einen eigenen Favoriten. Aber die Melodien von Albert stachen heraus. Nur die ersten Takte luden zum Träumen ein bis man plötzlich von abwechslungsreichen und lebendigen Melodien gepaart mit Effekten vom Schlagwerk wach gerüttelt wurde. Im zweiten Teil des Stücks brillierten vor allem die Blechbläser, besonders die Flügelhörner, mit ihrer Grundmelodie mit hohen Tönen und bewiesen Ausdauer und viel Puste und vor allem jede Menge Talent und Leidenschaft. „Unvergessen – Bert Kämpfert“, hieß das nächste Potpourri, mit den besten Hits des Pioniers der „Easy Listening Musik“ – Musik, die nicht stört. Hier überzeugte Solist Marius Behringer an der Trompete. Bei der Happy Polka waren zwar leicht-lockere Klänge zu hören, aber für die Musiker war dieses Stück mit schwierigen Einsätzen ganz und gar nicht leicht und verlangte höchste Konzentration. Nach dem Egerländer Musikantenmarsch mit einer Gesangseinlage von Hubert Behringer und Martin Kimmig war zwar auf dem Programmzettel Ende, aber auf der Bühne noch lange nicht. Eine musikalische Überraschung passend zum Motto war angekündigt. Hubert Behringer lag es als Fan sehr am Herzen auch Slavko Avsenik, dem Erfinder der Oberkrainer- Musik, einen Programmpunkt zu widmen. Und so hatte er das Spitzdobel-Echo wieder aufleben lassen mit ihm selbst an der Klarinette, Martin Kimmig am Bass, Alfons Sprich an der Handorgel, Klaus Dietsche an der Gitarre und Phillip Behringer an der Trompete. Beim Walzer schunkelten alle mit, bei der Polka klatschten alle mit. Diese Kombo brachte mächtig Stimmung in den Saal. „Bis bald – auf Wiedersehen“ hieß die Zugabe der Bergmannskapelle, ebenfalls mit Gesang. Ein kurzweiliger Abend mit brillanter Musik in den unterschiedlichsten Stilrichtungen ging zu Ende und so manche Melodie nahm man mit nach Hause.

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