Autor: Justus Ammann

Ahnungslos?

Unglaublich aber wahr: Während die ganze Welt den Datenmissbrauch von Facebook & Co. diskutiert, schlägt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Deutschland Gerd Landsberg den Kommunen vor, die «Daten der Bürger an private Unternehmen zu verkaufen». Ja, richtig – verkaufen. Um die finanzielle Not der klammen Städte und Gemeinden zu lindern, und im Gegenzug über den Bürgern eben dieser Kommunen wieder das Füllhorn öffentlichen Geldes in Form der erzielten Erlöse auszuschütten. Jetzt gibt es nur zwei Interpretationsmöglichkeiten. Entweder ist dieser ältere Herr komplett ahnungslos, oder er ist ein lausiger Sachwalter der Interessen der Bürger, die er seiner Funktion nach eigentlich vertreten sollte. Nur noch mäßig erstaunlich mutet an, dass ein CDU-Mitglied einer marktfeindlichen Geldumverteilungsmaschine das Wort redet, beziehungsweise gerne ein weiteres Fass anzapfen würde, weil Kommunen und öffentliche Hand nicht in der Lage sind, mit Geld umzugehen. Bleiben wir zuerst einmal bei der zweiten Lesart, nämlich dass Herr Landsberg mitnichten die Interessen des Bürgers vertritt. Schließlich erheben Städte und Staat von Rechts wegen die Daten über die Bürger in ihrer hoheitlichen Funktion. Das tun und …

Mehr Strom fürs Hirn!

Es ist die große Hoffnung der Fahrrad-Industrie, die vielversprechende Perspektive für Touristiker und die ideale Alternative für alle, die Spaß ohne Anstrengung möchten: das E-Bike, in allermunde und auf Pfaden, Wegen und Straßen allgegenwärtig. Kurz gesagt, die Elektrifizierung des Ausdauersports schreitet voran, verbunden mit dem wohligen Gefühl umweltfreundlicher Fortbewegung. Doch leider halten weder Koordination noch intellektuelle Möglichkeiten der Stromradler mit der rasanten Erschließung sportlicher und unsportlicher Zielgruppen durch die E-Bike-Industrie mit. So kann schon sein, dass überforderte E-Bikerinnen und – Biker auf einer Schwarzwaldhöhe stehen und sich nicht auf die rasante Abfahrt trauen, wo doch der Anstieg so spielend leicht zu bewältigen war. Oder wer schon hat nicht die fixe Oma gesehen, die mit knapper Not einer Kollision mit dem parkendem Auto entgangen ist, weil die Wattzahl des Akkus deutlich größer war, als die fahrtechnischen Fertigkeiten? Aber auch Meldungen von elektrogetriebenen „Rasern“ auf der Überholspur einst gemütlicher Radwege machen die Runde und leider sind auch schon die ersten Schwerverletzten Wattpedalierer zu beklagen. Den Vogel allerdings abgeschossen hat neulich eine begeisterte Stromradler-Familie: Oma, Opa, Mama, Papa …

Recht undurchsichtig – oder eine ganz linke Nummer!

Manchmal könnte man, … Na, ja, also natürlich nur so vor dem geistigen Auge. Aber spätestens wenn die Kreisräte am 5. April 2017 bei ihrer Sitzung eine Vorentscheidung für den Klinikstandort Lörrach gefällt haben, wird wohl allen Bürgerinnen und Bürgern nördlich und östlich des Steinener Kreisels die Galle steigen. Nicht weil ein Mehrheitsentscheid gefällt wurde, über den man durchaus kontrovers streiten kann. Nicht weil wohl überlegte Argumente für den einen oder den anderen Standort sprechen. Auch nicht, weil eine gezählte und gefühlte Minderheit nicht mit dem Beschluss der Mehrheit leben könnte. Sondern weil alle miteinander von gewieften Taktikern für dumm verkauft wurden. Denn die Diskussion um den künftigen Standort wurden von Anfang an unredlich geführt, ebenso wie das Procedere undurchsichtig geblieben ist. Lörrach und seine politischen Vertreter wollten von Anfang an den Standort Lörrach. Aber anstatt Interessen als solche zu formulieren, ließ man eine „Matrix“ erstellen – mit der parallel kommunizierten Fassade eines wie auch immer definierten „objektiven Verfahrens“. Neudeutsch würde das „fake“ oder „alternative Fakten“ heißen. Denn dieses objektive Verfahren hat es nie gegeben. Vielmehr wurde die „Matrix“ in der Bewertung manipuliert – und alle …

Der „Wiesentäler Zorz“ – Wer und Warum?

„Mein Wiesental“, ein wunderbarer Platz zum Leben, Arbeiten, Lieben, eine phantastische Landschaft wo andere aus der ganzen Welt Ferien machen, ein Geheimtipp für alle Genießer, die Freunde der gehobenen Gastronomie und des feinen Essens sind – und jetzt eben auch ein innovatives Web-Projekt, der jüngste Sproß von ein paar Kommunikationsspezialisten aus der Region zwischen Feldberg und Basel. „Der jüngste Sproß“ ist ein gutes Stichwort: Jetzt tritt nämlich der „Zorz“ auf den Plan. „Zorz“ – das ist ein kleiner, frecher Bursche. Ein bisschen widerborstig, aber pfiffig, schnell und aufmerksam, aber auch manchmal vorlaut, mit einem Zwinkern im Auge und manchmal auch richtig ernst. Ein guter Name für unsere Kolumne – wie wir finden. Denn wie es eben seine Art ist – der „Zorz“ wird in losen Abständen Stellung nehmen: pointiert, gar nicht ausgewogen, frisch und schmunzelnd, vielleicht auch ärgerlich, gegebenenfalls angemessen ernst, nie beleidigend und immer in freudiger Erwartung von Widerspruch. Denn dann lebt „mein Wiesental“, wenn Sie, unsere Leser mit uns in Dialog treten und wir gemeinsam diskutieren, was uns Wiesentäler bewegt. Wir freuen uns …

Tradition?

    Die Retter des christlichen Abendlandes haben ja gerade Hochkonjunktur. Ebenso wie ihre klammheimlichen Unterstützer. Dass es allerdings den wenigsten ums Abendland und den wenigsten von den wenigen ums Christentum geht, müssten eigentlich die Dümmsten kapieren. Weil beides sowieso schon lange keine Rolle mehr spielt im öffentlichen Leben – abgelöst von der Kommerzialisierung, die als „westliche Kultur“ den Planeten kolonialisiert. Beispiel gefällig? „Halloween“: „’All Hallows’ Eve, der Abend vor Allerheiligen benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen, vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus“, schreibt Wikipedia, und weiter: „Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Bräuche des Halloween in seiner US-amerikanischen Ausprägung von Frankreich und dem süddeutschen Sprachraum ausgehend auch im kontinentalen Europa. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. So wurden insbesondere im deutschsprachigen Raum heimatliche Bräuche wie das Rübengeistern in das kommerziell erfolgreiche Umfeld Halloween eingegliedert, genauso nahmen traditionelle Kürbisanbaugebiete …

Fick’ Dich Bürger (-Meister).

Geb‘ ich gerne zu: die Überschrift ist nicht nett. Sie hat kein Stil. Ja, eigentlich ist sie unterste Schublade. Aber offensichtlich ist Gossensprache in der viel beschworenen gesellschaftlichen Mitte angekommen. Beispiele gefällig? Im „dunklen Osten“ fallen rechte – so genannte – „Wutbürger“ bei ihren Spaziergängen aus der Rolle. Während linker Demos skandieren Besserwessis „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ und beschimpfen unser Gemeinwesen – leider auch noch unter dem Beifall von Parlamentariern. Tja, und inzwischen möchten selbst im beschaulichen Wiesental – wie man hört – gewählte Ortschaftsräte dem Schopfheimer Bürgermeister „in die Fresse hauen“. Geht’s noch? Gibt es noch Einigkeit, was sich gehört und was nicht? Verstehen die unanständigen Stänkerer, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist und kein Freibrief für Beleidigungen und persönliche Ausfälle? Kapieren auch Unzufriedene auf dem Berg, dass demokratische Mehrheitsentscheidungen kein persönliches Wunschkonzert sind? Können wild gewordene Spießer nachvollziehen, dass die Verrohung von Sprache und Umgangsformen die Vorstufe zu Gewalt bedeuten? Dass sich Aggressionen aufschaukeln und Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Meinung, zwischen Verwaltung und Bürgern, zwischen Parteien und Wählern, zwischen Medien und Lesern irgendwann nicht mehr möglich ist? Weil der Stinkefinger das Argument …

Taktik gewinnt

Es ist wie auf dem Fussballplatz: Oft entscheidet nicht die Mannschaft das Spiel für sich, welche die besseren Stürmer, die filigraneren Techniker oder den angriffslustigeren Stil spielt, sondern diejenige, welche die intelligentere Taktik verfolgt. Da müssen die Gegner einer Bebauung des SV-Sportgeländes und der Zusammenlegung der Sportplätze noch deutlich dazu lernen. Denn das letzte Spiel ging eins zu null an den Bürgermeister, der ja bekanntermassen genau diese Zusammenlegung möchte. Und natürlich an die CDU, die allerdings weniger durch taktische Finesse auffällt, sondern staunend anerkennend folgt, wenn Bürgermeister Christof Nitz ein neues Kaninchen aus dem Hut zaubert. Zum Beispiel, wenn er gekonnt mit der Geschäftsordnung jongliert und „weitergehende Anträge“ und „pragmatische Ansätze“ zum gewünschten Ziel führt. Keine Frage, der taktische Winkelzug ist aufgegangen: Beschlussvorlage Spitz auf Knopf mit noch nicht im Detail bekanntem Zahlenmaterial als Versuchsballon steigen lassen, die Gegner wütend aus der Reserve locken, Unentschiedene zaudernd abwägen lassen, öffentliche Fragen provozieren, dann das Ganze abblasen, um neue Zeit zu gewinnen. So erfährt man, wo die Sturmspitzen ihre Schwächen haben, wo die Risse und möglichen Ansatzpunkte in der gegnerischen Abwehr …

Sportplatz-Diskussion: Grüne beziehen Position

Volles Haus bei der gestrigen Gemeinderatssitzung am Montag, 11. April im eigens für den erwarteten Andrang reservierten Feuerwehrgerätehaus. Über hundert Zuhörer waren erschienen, um der öffentlichen Sitzung an diesem Abend zu folgen. Neben dem nach wie vor in Teilen der Gersbacher Bevölkerung strittigen Thema des Baus von Windrädern (hier ging es eigentlich an diesem Abend lediglich um die Information über den technisch-organisatorischen Ablauf der Baumaßnahmen), diskutierten die Schopfheimer Räte vor allem das weitere Vorgehen im Fall Zusammenlegung der Schopfheimer Fussballplätze beziehungsweise die künftig mögliche Bebauung des SV-Sportgeländes. Jürgen Moser vom gleichnamigen Lörracher Architekturbüro stellte die nach seinen Worten „auftragsgemäß umgesetzten“ Ergebnisse seiner Kostenstudie vor. Dabei standen drei Varianten im Fokus seiner Ausführungen. Eine Variante, nämlich die Sanierung der bestehenden Gebäude (energetisch, technisch auf neuestem Stand, Erweiterung um zwei neue Umkleiden/400-Meter Tartanbahn, Flutlichanlagen, Kunstrasenplatz etc.)  in Schopfheim und Fahrnau einschließlich Sanierung der Außenanlagen würden in Schopfheim mit 1,82 Mio. Euro zu Buche schlagen, in Fahrnau mit 1,3 Mio Euro, in der Summe also mit 3,12 Mio. Euro. Eine zweite Variante, nämlich der Neubau der Gebäude in Schopfheim und …

In Friedhofsruhe genussvoll aussterben.

„Kinderfreies Hotel“? Werbegag oder Waldhüter, äh, Ladenhüter? Unglaublich aber wahr: Dort wo Schopfheim (fast) am schönsten ist, meinen die Betreiber eines kleinen, feinen Hotels offensichtlich, dass Urlaub, Erholung und Genuss nur richtig schön sind, wenn die vermeintlichen Quälgeister nicht dabei, bzw, weit und breit nirgends sind. Was Mitmenschen aufbringen könnte, die Kinder als Glück begreifen, ist allerdings keine Folge von dünner Luft im hohen Bergdorf und möglicherweise damit verbundener Bewußtseinstrübungen. Denn das Angebot gibt’s auch auf Meereshöhe. Im brandenburgischen Bad Saarow will sich ein Hotel mit dem diskriminierenden Angebot auch vom Wettbewerb abgrenzen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hält Hotelangebote, die ein Mindestalter von 16 Jahren vorschreiben, allerdings für problematisch. Eine solche Regelung könnte gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen, teilte die Stelle auf dpa-Anfrage mit. Das AGG schützt auch vor Benachteiligungen wegen des Alters. „Könnte“ – klingt ziemlich lahm. Aber Kinder haben eben keine Lobby in einer hedonistischen Gesellschaft, die auf Genuss konditioniert ist. Bleibt nur eins – mit imaginärem Stinkefinger festzustellen: „Sollen sie doch in Friedhofsruhe genussvoll aussterben, die Feinde fröhlichen Kindergeschreis.“

Popcornfressende Assis

Manchmal ist sich ja unsereins nicht sicher: Hat man einfach den Zug der Zeit verpasst? Da genießt man einen schönen Kinoabend, die Tüte Popcorn ist im Nu vertilgt, der Film nähert sich seinem Finale und schwupps, schon läuft der Abspann mit herrlich schnulzigem Indie Pop. Um uns herum. Das Müllchaos: leere Pappcontainer, Softdrinkbecher, Flaschen, Eistüten, Bonbonpapier, Popcorn unter, auf den, zwischen und neben den Sitzen. Auf gut alemannisch: „Ä Riese Sauerei.“ Erstaunte Blicke. „Mann, hab‘ Dich nicht so Alter“, scheinen sie zu sagen. Ok, ist wohl normal so für alle, den eigenen Scheiß einfach liegen zu lassen. Halt doch von gestern. Dann, auf dem Weg nach draussen am Ausgang stehen zwei freundliche Jugendliche. Sie freuen sich über die leere Tüte, die sich schließlich doch noch zu den einzelnen Flaschen im eigens von ihnen bereit gehaltenen Müllbehälter gesellt. „Normal? Na, ja für uns inzwischen schon. Wir putzen halt jetzt alles weg. Dafür sind wir angestellt, froh über den Job.“ Nach einigem Zögern fügen sie hinzu: „Na ja, schon irgendwie asozial. Aber ist halt so.“ Aha. Asozial. Ist halt …

Fröhlich auf beschwerlichem Weg

Rund 50 Flüchtlinge nähern sich im Unterricht von „Schopfheim hilft“ zur Zeit der deutschen Sprache an. Ein beschwerlicher, ein mühsamer Weg, denn die Verständigung zwischen Lehrenden und Lernenden klappt anfangs teilweise nur über Hände und Füsse. Jürgen Stettner, einer der ehrenamtlichen Helfer und im wirklichen Leben Sonderschul-Pädagoge, betont denn auch: „Das ist hier in meinem Kurs im Prinzip Alphabetisierung und Sprachkurs in einem.“ Die Voraussetzungen der Teilnehmer sind so unterschiedlich wie Alter und Herkunft. Die Altersspanne reicht von zwanzig bis sechzig Jahre, und manche können englisch, während andere nur ihre Muttersprache kennen und bedingt oder gar nicht schreiben und lesen können. Allerdings:  „Wer hier dabei ist, ist  sehr motiviert“, weiß Dagmar Stettner, die sich als gelernte Sozialpädagogin einbringt. Dem entspricht die fröhliche, aber konzentrierte Atmosphäre in den Klassenzimmern, die im Theodor-Heuss-Gymnasium nachmittags zur Verfügung stehen. So passt es auch, dass Jürgen Stettner von zügigen Erfolgserlebnissen berichten kann: „Wir bieten den Unterricht seit rund fünf Wochen an und haben im Prinzip alle Buchstaben durch.“ Jetzt werden Farben gelernt, Zahlen, aber auch erste ganze Sätze. Weitere Helferinnen und Helfer unterstützen die Lehrkräfte in ihren Bemühungen, indem sie sich einzelnen „Schülerinnen“ und „Schülern“ gesondert …

Märchenonkel im Schafspelz?

Gewagt oder politisch unklug? Man wird trefflich darüber streiten können, ob sich die Industrie und Handelskammer Hochrhein-Bodensee sowie die Wirtschaftsjunioren Hochrhein einen Gefallen getan haben, den umstrittenen SVP-Politiker Christoph Blocher zum Vortrag unter dem Titel „Warum ist die Schweiz wirtschaftlich erfolgreicher als die EU?“ einzuladen. Nicht weil diese Frage uninteressant wäre – so die vorausgesetzte These wirklich eine solche ist und nicht bloß eine Behauptung, sondern weil Christoph Blocher für eine Schweiz steht, die nicht am grenzüberschreitenden Wirtschaften interessiert ist. Und das liegt doch eigentlich im ureigenen Interesse aller Unternehmer hier in der Grenzregion von Basel bis zum Bodensee. Aus deutscher Perspektive war es dann umso erstaunlicher, wieviel beifälliges Schmunzeln der freundliche, ältere Herr aus der Nachbarschaft an diesem Abend im großen Saal der IHK in Schopfheim erntete, als er in seinen eher hausbackenen Vortrag mit deutlichen Längen das eine oder andere Späßchen mischte. Unversehens stellt sich die Frage, was diesen Unternehmer aus Schaffhausen zu einem der bekanntesten Politiker der Schweiz gemacht hat. Mit dem einschläfernden Charisma  des „Märchenonkels“ brachte Christoph Blocher seine Kernaussagen unters Publikum: Das „Volk als Souverän“, die „neutrale Unabhängigkeit“ …

Die spinnen, die Europäer.

Stimmt schon, was kümmert es ein kleines, wehrhaftes Tal in den Tiefen des Schwarzwaldes, wenn die Kommissare der europäischen Regierung wieder eine, neue verrückte Bestimmung erlassen. Aber jetzt zur Weihnachtszeit, wenn sich’s so schön gemütlich hinterm Ofen sitzt, die Buchenscheite aus den Wiesentäler Wäldern knacken und wir „ä Viertele in Ehre sürpfle“ und auf dem Tisch – noch – eine schöne Wachskerze ihr gemütlich warmes Licht verbreitet, ja, dann ganz plötzlich sind uns die Brüsseler und ihre Regelungswut doch ganz nah. Denn womöglich ist es bald vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Ofen ist ja schon in Verruf geraten ob seiner Feinstaub-Emissionen. Jetzt soll’s laut dem Willen einiger Brüsseler Bürokraten, die offensichtlich zu wenig Arbeit haben, der Kerze an die Flamme gehen. Über vier Seiten plus fünf Seiten Anhang sind zu diesem „brennenden Problem“ offensichtlich verfasst worden. Demnach sind Sicherheitsanforderungen „für Kerzen, Kerzenhalter, Kerzenbehälter und Kerzenzubehör“ bis ins Detail festgelegt. Laut „Bild“ wird vorgeschrieben, dass Kerzen „während des Abbrennens stabil bleiben“ müssen. Außerdem müsse die Verbrennungsgefahr durch das Berühren der Kerze „so gering wie möglich gehalten werden“. Die Flamme dürfe …

Star-Trompeter sorgt für Standing Ovations

Der amerikanische Star-Trompeter Allen Vizzutti begeisterte am Samstag Abend in gut besetzter Stadthalle beim Galakonzert des Musikvereins Fahrnau das Publikum: Für das virtuose Solo „Venice Carnival“ bedankten sich die Zuhörer unter anderem mit Standing Ovations. Der Fahrnauer Musikverein präsentierte sich an diesem Wochenende einmal mehr in Bestform und zelebrierte zeitgenössische Blasmusik auf höchstem Niveau. Ein musikalischer Leckerbissen.

Spektakulärer Einsatz …

In Einzelaktionen gab es spektakulären Einsatz – im Ergebnis blieb der HSV Schopfheim weit unter seinen eigenen Möglichkeiten. Mit 27 zu 39 Toren scheiterten die Schopfheimer Landesliga-Aufsteiger am Samstag Abend weniger am überlegenen Können des ESV Weil als an den eigenen Unzulänglichkeiten an diesem Abend. Fehlpässe, unnötige Ballverluste und im Abschluss Torversuche aus eher aussichtslosen Positionen bestrafte der in jedem Fall hellwache Gegner mit schnellen Kontern.